Derzeit bin ich beim Überarbeiten/Verbessern meiner Hauptbühne. Leider bin ich mit meinem Schnürboden, so wie er jetzt ist, nicht ganz zufrieden. Er erfüllt zwar seinen Zweck, aber ist doch ab und zu etwas störanfällig. Wenn dies gerade während einer Aufführung passiert, ist das nicht gerade so schön. Mich würde daher interessieren, gibt es dafür auch Anleitungen, bzw. hat jemand Bilder mit Detailansichten, von alten oder neuen Papiertheaterbühnen, auf denen man die Konstruktion erkennen kann?
Im Familienjournal von 1918 ist für eine kleine Bühne ein Schnürboden drin, aber diese Konstruktion ist für mich nicht geeignet, da ich mit der Hauptbühne auch unterwegs bin.
Robert weil wir unsre Reisebühne in Berlin hinter gelassen haben sind wir dabei ein neues Theater zu bauen.
Ich werde dir einige Bilder machen von unsre Schnürboden mit eine Text, später diese Woche.
Harry
Danke Harry, das ist sehr nett.

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Ich hoffe das diese Zeichnungen helfen.
Ein Theater besteht aus 2 Seitenstücke (A), ein Prozsenium (B) und ein Boden D.
Die Seitenstücke bestehen aus 2 verticale Latten und 3 horizontale Träger:
1 Für die Schurrboden,
2 Ist für das Licht.
3 Trägt den Boden.
Bei uns sind wegen der Länge, die verticalen Latten je aus 2 stücke die mit Schrauben verbunden sind.
An den Stellen der Gelenken habe ich die Latten mit Glaspapier beklebt damit sie sich nicht so leicht verschieben. (Diagram 1 linker Bild.
Unter der Bühnenboden und hinter dem Prozsenium sind auch Latten geklebt. Die klemmen die linker und rechter Seitenteilen fest.
Pollocks benützte hierzu Fäden, ich bevorzüge Schrauben.
(Diagram 1 mittler Bild und rechtsunten)
Am obernen Leiste 1 werden an den Innenseite Holzklötze geklebt.
Die sind so lange das sie oben ausstecken und stehen so weit aus einander wie sie breit sind.
(Diagram 1 rechtsoben.)
Von hinten sieht das so aus, wenn mann das Prozsenium nicht mit denkt.
(Diagram 2 links)
Jetzt endlich der Schnurrenden.
Oben stecken also links und rechts die Holzklötzen über den oberen Leisten aus.
Dazwischen kommen Schnurrbodenlatten von den die Dekorationen hängen.
So eine Latte ist so lang als das Theater breit ist plus 2 Klötze die dafür sorgen das sie nicht verschieben.
Jeder Schnurrbodenlatte hat 3 Löcher: 2 für die Fäden woran die Dekoration hängt und ein drittes Loch um die 2 Fäden zusammen zu irgend ein Nagel oder so etwas zu Führen.
(Diagram 2 Links)
Was bleibt ist die Massführung.
Höhe von Bühneboden zur Schnurrbodenlatte soll 2 mal die Höhe sein vom Material auf dem die Dekoration geklebt ist. Pass auf, das ist also nicht unbedingt zweimal die Höhe der Dekoration!
Die Stelle wo der mittlere Leist 2 geklebt ist, ist in der Mitte der Latten A. Wen die Dekoration "hoch" ist kommt die untere Seite ungefähr in der Mitte dieser Leiste. Wen sie aber "Unten" ist kommt dort die obere Kant.
SONST NOCH
Wenn es sich lohnt und es gewünscht ist kann man auch hier auf dem mittleren Leitse Klötze kleben wie am oberen Leiste.
Die sollen dann noch unten ausstecken.
So kann man dann auch Dekorationen von der Seite einschieben. Beim hochheben oder niederlassen mittels den Schurrboden Leiste werden die Dekorationen dabei noch etwas besser geleitet.
Und auch noch dies.
Es gibt kunstoff Leisten womit man Posters aufhängt.
Man schneidet diese auf die richtige Mass und klemmt die um den Dekorationen.
Nylon Fäden (Diagram 3 Rot) führen hoch zum Schnurrboden Leiste und dann wieder nach unten zu einem Nagel, Haken oder so etwas.
Vielen Dank Harry, das hilft mir sehr weiter.
Gerne, bedauere schlechtes Deutsch
Harry, dein Deutsch ist nicht so schlecht. Da habe ich schon Anderes gelesen und das waren Deutsche. Ich habe Deine Ausführungen gut verstanden und das ist es ja, worauf es ankommt.
Hallo Harry,
habe nach Deiner Anleitung einen neuen Schnürboden angefertigt.
Er funktioniert so, wie ich es mir gewünscht habe. Nochmals vielen Dank für Deine Hilfestellung.
Das freut mich. Wir arbeiten seit "Die Zauberflöte", also also ungefähr 6/7, Jahre mit dieser Technik und die gefällt uns noch immer wunderschön.
Harry