Wir benützen beim Treffen auch Tapeziertische. Haben einige davon gekauft für die Spieler die ein Tisch brauchen. Das wirkt ganz gut. Da steht das Theater an der schmalen Seite (der kopf) und da hinten legt man sein Material ab.
Ich habe mir letztes Jahr auch einen Satz Tapeziertische geleistet (kann man immer mal brauchen) und trete jetzt mit eigenem Tisch auf, weil ich es satt hatte, mich bei den Wohnzimmer-Aufführungen über zu kleine Couchtische beugen zu müssen.
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Allerdings brauche ich die gesamte BREITE des Tisches für meinen Aufbau.
Der nächste Schritt meiner Evolutionen wird übrigens die Bühnentechnik betreffen: ich werde die "Wand" durch eine Art zusammenklappbaren Paravent (maßgeschneidert nach meinen Angaben) ersetzen und die Öffnung für die Bühne kommt dann doch in die Mitte.
Mein Material lagere ich rechts und links davon und der Text ist neuerdings über der Bühne in Augenhöhe untergebracht, da spare ich mir den Platz auf der Seite.
Die Wand ist im Prinzip nicht schlecht: sie ist relativ leicht, schnell aufgebaut, stabil und ich bin dahinter komplett unsichtbar. Aber sie ist durch ihre Größe leider sehr unhandlich und nervt mich jedes Mal aufs Neue beim Transport.
Da muß ich mir also was anderes einfallen lassen. Die Entwicklung geht weiter und weiter und weiter... ist das nicht herrlich?

Die Füße, die man hinter dem Tisch sieht, gehören übrigens nicht mir: das ist mein großgewachsener Sohn Nummer eins, den ich zu Testzwecken dahintergestellt habe. Er ist größer als ich, aber man sieht ihn nicht.
Bingo - die Höhe passt!
Heureka!
Warum kommt man auf die naheliegendsten Gedanken immer erst so spät? Ich suche nach wie vor nach einer Möglichkeit, mein Proszenium stabil und dabei transportabel bzw. schnell auf- und abbaubar zu gestalten.
Diese "Platte" ist zwar recht praktisch, aber höchst unhandlich.
Eben habe ich meinen Tapeziertisch neu vermessen, denn ich möchte einen maßgeschneiderten Aufbau haben, den ich besser transportieren kann als das große Brett (und jetzt, wo ich eine Möglichkeit gefunden habe, den Text hinter der Bühne in Augenhöhe zu platzieren, kann ich den Ausschnitt auch endlich in die Mitte verlegen, wo er hingehört).
Und während ich messe und überlege und zeichne und radiere und erneut überlege, ob ich nicht ein Muster aus Karton machen soll, bevor ich mir die neuen Sperrholzplatten zuschneiden lasse, kommt mir eine Erleuchtung...
Ich mach' das neue Proszenium
AUS PAPIER!
Bazinga!
Was liegt näher, als ein Papierfigurentheater auch in einem
Theater aus Papier aufzuführen? Meine erste Bühne war ein stabiler Karton, warum sollte die nächste Bühne nicht ebenfalls aus stabiler, fester Wellpappe bestehen, die ich selbst zuschneiden und montieren kann?
Ich muß noch ein bißchen drüber nachdenken, aber ich glaube, das ist die genialste Idee, die ich seit langem hatte.
(Betsi-Kuh schwebt selig lächelnd von dannen)
Wenn Du aber etwas dauerhaftes haben willst, ist Wellpappe nun doch nicht ganz so unverwüstlich. Wenn ich mich noch richtig erinnere, fährst Du mit Öffentlichen Nahverkehrsmitteln.
Es gibt Wellpappe aus Kunstoff.
Wir benützen es fast für alles. Proscenium, Dekorationen. usw.
Wasser hat kein Einfluss.
Leicht.
Eine Platte 90x120 kostet bei uns ungefähr €10.
Danke für Eure Tipps... so eine Wellpappenkonstruktion hätte den Vorteil, daß ich sie, wenn sie abgewetzt ist, schnell und preiswert ersetzen kann.
Wellpappe "aus Kunststoff" hab ich schon mal im Baumarkt gesehen, das ist ebenfalls eine sehr gute Idee, Harry.
Ich muß noch ein paar Mal drüber schlafen - im Moment spiele ich ja erfolgreich mit einem funktionierenden System (auch wenn es etwas unhandlich ist).
Gerade haben andere Dinge Vorrang bei mir.

Interessant finde ich auch dieses Modell von Hellriegels Junior seiner Großmutter. Aber das ist auch wieder unhandlich und schlecht zu transportieren.
Die Tulipan-Bühne war mal ein Aufsteller für irgendein Parfum:
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Betsy dieses kunstoffwellenpappe (channelboards auf English) hat das Vorteil das man auch in den Rillen zb :KebabSkewers? oder sogar metalDraht einsteckken kan zu grösseren Stärke.
Unsere Reisbühnen haben immer Proszenien gehabt aus Channelboard oder Foamcore.
Und inder tat die leben 3 bis 4 jahre and dan machen wir ein neues Proszenium.
Das macht auch spass.
Ich hatte in den letzten Wochen viel um die Ohren (Spendenaktion, Abschlußprüfungen beim ältesten Sohn, drei Auftritte in zwei Wochen - wovon ich zwei Stücke ganz neu schreiben musste) und darum bin ich mit der Bühnentechnik noch nicht weiter.
Aber etwas anderes habe ich gestern entwickelt, als wieder ein Auftrag für ein klassisches Märchen reingekommen ist: meine Märchenerzählerin.
Die Klassiker muß man nämlich ERZÄHLEN, die lassen sich nicht eins zu eins SPIELEN.
Mit den bisherigen Lösungen war ich nicht ganz zufrieden, noch dazu, wo ich ein
Figurentheater habe und kein reines "Kaschperltheater". Bisher haben aber immer der Kaschperl und die Großmutter das Publikum begrüßt, in die Geschichte eingeführt und die unspielbaren Textpassagen quasi vorgelesen.
Bei "Rapunzel" neulich hat diesen Part eine kleine Maus übernommen, aber das Gepiepse war mir zu anstrengend. Seit gestern übernimmt diese Aufgabe eine neue Figur aus meinem Ensemble: die kleine, bunte Plapperfee.
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Ich habe sie quasi in der Reihenfolge der Entstehung zusammengefasst, denn auch sie hat sich von der ersten Skizze bis zur fertigen Figur entwickelt.
Mit der Farbgebung bin ich auch noch nicht ganz zufrieden und einen schmissigen Vornamen hat sie bisher nicht - aber das wird sich alles noch finden.
Am 19.07. hat dann "Schneewittchen" Premiere; zum ersten Mal mit einer eigenen, magischen Erzählfigur!
Jetzt ist sie fertig: Margarete Morgentau, die Märchenfee vom Papiertheater
pappcartoon
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Süß, gell?
... und jetzt entwickle ich noch eine ganz spezielle Kulisse für die klassischen Märchen; ich hatte da vorhin eine sehr hübsche Idee.
Ich habe auch oft 'n Erzähler. die Geschichte wird von ihm aus erzählt: Zamiel erzählt selbst die Geschichte vom Freischütz, der Dichter Hofmann begegenet Offenbach und erzählt ihm die Geschichten seiner 3 Geliebten. usw.
Macht es in der Tat technisch leichter und ist auch als Form oft eleganter.