Papiertheater-Forum

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An der LFS (zu meiner Zeit noch LIFS) mussten wir alles machen: Ton, Gaffer, Focus Puller, Schnitt, Regie, Licht, Camera Operator etc. Am Ende der Terms wurden dann die Filme vor Lehrern, Studenten und Fachpublikum aus der Filmindustrie angeschaut und auseinandergenommen, aber auf die harte englische Art. Meine Filme dort habe ich noch am Steenbeck geschnitten. Und mit Film- und Tonbändern Ordnung zu halten, war nicht wirklich so mein Ding Smile Ich stimme mit Dir überein, dass es toll ist, was man heutzutage mit einer 1000-Euro-Videokamera (oder sogar noch preiswerter) und einem Computer so alles machen kann. Man sieht ja auf den diversen Videoportalen, was da auf einmal alles möglich ist. Für's Studium ist das meiner Ansicht nach trotzdem nichts. Wir hatten für unsere Shootings immer nur eine sehr begrenzte Menge an film stock. Das hat wirklich den Vorteil, dass man sich vorher ganz genau überlegen musss, was man drehen will, und wie man es drehen will. Auch der Schnitt am Steenbeck hat einen diesbezüglich sehr diszipliniert, da man es sich vorher zweimal überlegt hat, ob die Idee wirklich gut sein könnte. Mit Video dreht man halt soviel man will und schaut dann, was man damit anfangen kann. Das ist zumindest eine reale Gefahr.
Aber zurück zum Ton. Da sehe ich nämlich auch ein großes Potential für Papiertheateraufführungen. Wenn man sich heutigen Filmton einmal ganz bewußt anhört, stellt man fest, dass das schon etwas von moderner Musik haben kann. Ich bewundere es, wie da auf subtile Art und Weise die Wirkung des Bildes unterstützt werden kann. Was hältst Du davon, einen Strang aufzumachen, in dem man einmal Beispiele von Filmton auf ihre Anwendbarkeit im Papiertheater abklopft?
Das würde mich sehr interessieren.
Super! Wenn Harry als Experte auch mitmacht, wären wir schon zu dritt und bekommen sicher anregende Sachen zu lesen. Ich suche heute mal meine Fachliteratur zusammen.
Interessant.
Papiertheater ist, wie Film meisten aber nicht unbedingt immer, Geschichten Erzählen (ist) Kommunikation.
Welche regeln gibt es da. Was erzählte uns damals Wember "Wie informiert das Fernsehen?"
Wie strukturiert man (und bekommt man Griff) auf dieses Kommunikations Prozess.
Wo steht man (oder will man stehen) auf Kandinsky's Pyramide?
Spannend
Vielleicht mein Fehler.
Ich meinte zu sagen das es bei Papiertheater wie beim Film geht um Geschichten die erzählt werden.
Und deswegen gibt es Parallelen. Erzähl Structuren, Kommunikations Tricks.
Nichts anders war gemeint.
Das es verschiedene Medien sind davon bin ich mir bewust. Dennoch wie sich zum Beispiel Musik und Malerei gegenseitig inspiriert haben so kan man auch vom Film bestimmt etwas lernen
(24.07.2013 16:08)Harry Oudekerk schrieb: [ -> ]Dennoch wie sich zum Beispiel Musik und Malerei gegenseitig inspiriert haben so kan man auch vom Film bestimmt etwas lernen
Ich habe auf unserem Blog gerade einen Beitrag veröffentlicht, in dem es darum geht, wie man sich die klassischen Regeln des Filmlichts für das Papiertheater zunutze machen kann: http://papiertheaterblog.papiertheater.net/?p=154
Für Dich als Filmprofi steht da natürlich nichts Neues drin. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Menschen, die nicht gerade mit einem Brett vor dem Kopf durch die Gegend laufen, doch die eine oder andere interessante Inspiration für ihre eigene Arbeit dort finden können.
Das artikel ist eine gute Beispiel wie man so mit Licht alles machen kan.
Und in der Tat illustriert es einige Grundgesetze.
Das Resultat is wunderschön.
Da fehlt, wen ich es gut habe, nog ein Hintenlicht damit die Figur los von der Hintegrund kommen.
Aber das ist für uns eigentlich zu kompliziert.
Ich habe nur 4 oder 5 LED RGB leisten, kein Spots, will bestimmt auch kein DMX mehr.
Deshalb versuche ich ungefähr dasselbe zu erreichen in der Grafischen Fase, beim Zeichnen.
Erste Kulissen in der Szene etwas dunkel und nicht zolche sättige farben.
Weiter nach hinten normal. Hintergrund usw. heller vieleicht etwas überstrahlt und manchmal sogar etwas "blurred" nicht zuviel aber so das die Auflösing etwas weniger ist.
Tiefe Wirkung entsteht durch Licht, Farbe (Hue, Saturation, Light) und Auflösung.
Damit kriegt man auch bei untiefe Bühne ganz schöne Tiefenwirkung
(24.07.2013 20:34)Harry Oudekerk schrieb: [ -> ]Deshalb versuche ich ungefähr dasselbe zu erreichen in der Grafischen Fase, beim Zeichnen.
Erste Kulissen in der Szene etwas dunkel und nicht zolche sättige farben.
Weiter nach hinten normal. Hintergrund usw. heller vieleicht etwas überstrahlt und manchmal sogar etwas "blurred" nicht zuviel aber so das die Auflösing etwas weniger ist.
Tiefe Wirkung entsteht durch Licht, Farbe (Hue, Saturation, Light) und Auflösung.
Damit kriegt man auch bei untiefe Bühne ganz schöne Tiefenwirkung
Auch so Beispiele für Filmtechniken, die man eben auch im Papiertheater hervorragend einsetzen kann. Willst Du nicht auch einmal eines Deiner Bühnenbilder, welches von den oben genannten Techniken Gebrauch macht, hier reinstellen und ein Making of dazu schreiben?

Darf man fragen, warum Du von DMX nichts mehr wissen möchtest?
Ich finde Film und Papiertheater haben eine Menge Gemeinsamkeiten. Durch die relative Bewegungslosigkeit der Figuren ist man auf Effekte angewiesen, die dazu dienen, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erhalten bzw. diese in eine gewünschte Richtung zu lenken.
Bei einigen Stücken des FamilienJournals (Die Augen des Totengottes, Peder Most, Robin Hood, die drei Musketiere, Es war einmal) ist die Anlehnung an den Film oder Elemente des Film erkennbar. Diese Stücke zeigen, wie man auch damals schon versuchte, Filmelemente für das Papiertheater zu nutzen. Daher finde ich es gut und richtig, dass hier auch dieses Thema mal beleuchtet wird.
Benno ich hatte mal so ein DMX Anlage mit Computer Schaltpult. Ist sogar mit uns in den USA gefahren.
Aber: Zu gross, zu schwer und weiter lohnte es zich kaum. Ist einfach für mich zu umständig.
Hatte damit wohl eine wunderschöne Sonnenaufgang für Bambi.

Ich werde mich morgen um ein Bild kümmern.
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