...als Neuling stellt sich mir nun die Frage, wie befreit man am schonensten aber trotzdem effektiv die Bühnenbilder; Versatzstücke & Figuren vom Staub der Jahrhunderte?
Hallo Angelika,
Ihre Uservorstellung vom 21.d.M. habe ich aufgrund der blühenden Schilderungemit viel Genuß n gelesen. Gratulation zum Erwerb und weiter viel Freude an dem Theater. Möge es Brüder und Schwestern finden!
Vor 10-12 Jahren besuchte der Verein Forum Papiertheater im Rahmen eines Symposiums das Landesmuseum Oldenburg. Hier wurden wir auch durch die Restaurationsabteilung geführt, in der man uns Arbeiten an Papiertheaterbögen zeigte. Meiner Erinnerung nach und ganz vorsichtig ausgedrückt wurden hier die Kulissenbögen und auch Figurinen nur mit hartem Radiergummi zart bearbeitet.
An Ihrer Stelle würde ich mich mit einem Restaurator in einem Museum in Heimatnähe wenden und den bei Papieraufarbeitung um "ein wenig über die Schulter gucken dürfen" bitten. Ich bin mir sicher, dass jeder Fachmann - kennt er Ihre Beweggründe - sich 5-10 Minuten Zeit nehmen wird, näheres grundlegen zu erklaren und vielleicht zu zeigen.
von der Ostsee herzliche Grüße
Klaus
Angelika, eine Antiquarischerbücher Handler hat mir mal gelernt: Erst mit de Bürste und dann mit weichem Radiergummi, es könnte sein hartes Radiergummi ist die dritte Stufe?
Harry
weil ich hier von radiergummi lese:
sehr behutsam radieren jene radiergummis, die für den künstlerbedarf vor allem für kohle-arbeiten gedacht sind. man erkennt sie daran, dass sie knetbar sind. verkauft werden sie als kleine, flache blöcke. doch sobald sie handwarm sind, werden sie weich und formbar - fast wie plastilin.
diese radieren sehr sanft, ohne zu reiben.
vielleicht sind die ja einen versuch wert?
lieber gruß,
die amelie
Hallo,
von mir ein Hinweis auf ein zunächst ungewöhnlich klingendes "Material" zur Reinigung alten Papiers:
TOASTBROT
Ja, ich meine die Backware und es ist auch kein Scherz...
Den Tipp habe ich von einem Restaurator und ich gehe bei der Reinigung so vor:
Zunächst groben und losen Schmutz mit einem weichen Pinsel entfernen.
Bürsten sind nach meiner Erfahrung mechanisch eher problematisch und können zu unerwünschtem Materialabtrag oder -verletzung führen.
Danach eine Scheibe (möglichst frischen) Toastbrotes von der Rinde befreien und den Rest zu einer handlichen Kugel formen.
Mit dieser Kugel tupfend und vorsichtig reibend die Oberfläche behandeln.
Die vorhandene Feuchte des frischen Brotes zusammen mit dem Teig sorgt für eine Haftung, die auch tief eingedrungenen Staub aus der Papieroberfläche holt.
Dabei werden Oberfläche und Farbe gewöhnlich nicht angegriffen.
Trotzdem empfiehlt sich eine Probe an nicht sichtbarer Stelle - auch zum Üben der Technik.
Im Gegensatz zum Einsatz von Radiergummis eignet sich diese Technik auch für die flächige Verwendung.
Darüber hinaus ist die Methode mechanisch schonender für die Papiersubstanz.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Vielen Dank für diesen Guten Tip, den ich sehr bald ausprobieren werde.
Hat's funktioniert?
(Ich hasse die Verschwendung von Lebensmitteln wie die Pest, aber in diesem Fall würde ich eine Ausnahme machen.)
Ichhab's noch nicht ausprobiert und spiele weiter mit Patina!

Zeichenwaren Geschäft.
Bei uns heist es Knetgummi.
Also keine Verschwendung von Lebensmitteln