Papiertheater-Forum

Normale Version: Ulrich Chmel’s Papiertheater
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
[attachment=14]Ich eröffnete meinen „Theaterbetrieb“ im Jahre 2002 mit einem WEIHNACHTSSPIEL. Dafür verwendete ich Papierkrippenfiguren nach den Vorlagen des Südtiroler Krippenkünstlers Josef Bachlechner. Anschließend zeichnete ich die Figuren des STRUWWELPETERS nach und schuf eigene Kulissen für dieses Stückchen. Beide Geschichten führte ich in einem umgebauten Neptuntheater von Pollock einem sehr interessierten Freundeskreis vor. Ein Besuch des Papiertheaterfestivals in Preetz ermutigte mich zur Produktion einer „Papiertheateroper“ mit dem Namen LOHENRGIN FÜR EILIGE – IN KNAPPEN 40 MINUTEN. Die Premiere dieses Stückes fand im März 2004 in Wien statt. Seit damals haben dieses Stück über 1.600 Menschen in fast 70 Vorstellungen gesehen und zumeist auch aus vollem Halse mitgesungen. Dieses Stück, sowie die nachfolgenden „Opern“ FAUST IN KÜRZE MIT GOETHE BESTREUT, CINDERELLA – ASCHENPUTTEL DARF PRINZESSIN WERDEN sowie TANNHÄUSER KURZ UND GUT werden mittels selbst produzierten Tonträgern bespielt und mir obliegt „nur“ die Figurenführung und der Bühnenumbau. Bei den Opern sind die eingebauten Originalaufnahmen aus den 1930er Jahren die große Überraschung für das Publikum.

Seit Beginn meines Bühnchens gibt es im Jahresabstand zumeist ein neues Stück. Die Märchen umfassen: DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZCHEN und DER GESTIEFELTE KATER sowie eine Herbergsuche mit dem Namen JESSASMARIAUNDJOSEF (ein umgangssprachlicher Ausruf des höchsten Erstaunens und meint Jesus / Maria /und Josef). Diese Stück werden live gesprochen und erlauben daher auch ein individuelles Eingehen auf Publikumreaktionen. Viele Figuren, Prospekte und Kulissen werden von mir selbst gezeichnet. Manchmal verwende ich auch Nachdrucke, die ich bei Pollidors Curiosa in Preetz beziehe. Die Länge meiner Stücke ist maximal 45 Minuten. Ich manage alles als begeistertes Einmanntheater und versuche mein Publikum in meine „Zauberwelt“ zu entführen. Der spektakulärste Einsatz meines Bühnchens war bisher im September 2010 im österreichischen SERVUS TV mit einer selbstproduzierten Geschichte zum Thema KOMBUCHA.

Eine mittlerweile von mir selbst geplante und von einem sehr geschickten Tischler (Schreiner) gebaute klappbare Bühne wurde nach meinen Ideen von einem „elektrisch begabten Freund“ verkabelt und geschaltet. LED Leuchtdioden und LED-Leuchtstreifen ergeben ein ideales und sehr vielseitig einsetzbares Bühnenlicht ohne großen Aufwand. Es gibt einen Schnürboden und eine Versenkung. Diese Bühne erlaubt es mir, nach Beendigung der Anlieferung am Spielort, in 45 Minuten spielbereit zu sein und nach Beendigung des Auftrittes nach 45 Minuten den Spielort wieder verlassen zu können. Ich führe die Figuren sowohl in Schienen als auch flach auf dem Bühnenboden. Zum großen Gaudium des Publikums gibt es für die „Winterstücke“ eine „Schneemaschine“ und für Verzauberungen und Verwandlungen eine sehr effektvolle Nebelmaschine.
Referenz-URLs