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Quatschecke 2013 - Druckversion

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RE: Quatschecke 2013 - Harry Oudekerk - 12.09.2013 22:58

Tschja auch ich was einmal jung und meine Geliebte war eine Cliff Richards fan.
Da bekommt man was von mit.


RE: Quatschecke 2013 - Robert Jährig - 20.09.2013 00:06

Heute ein Referat zum Thema Papiertheater gehalten. Bin noch etwas geschafft. Die Zeit verging wie im fuge. Als ich nach 22.00 Uhr zur Uhr gesehen habe, konnte ich es selbst nicht glauben, dass ich schon seit 2,5h über Papiertheater, Geschichte und Gegenwart referierte. Kommentar von Teilnehmern: "Ein sehr Interessantes Thema, dass uns ganz neue Einblicke in ein schönes Hobby gegeben hat" oder "Wir hielten es erst für ein Spielzeug, doch merkten wir recht schnell, dass es hier um noch viel mehr ging - Theaterkunst" . Ich wurde nach einem Manuskript gefragt. Als ich meine Karteikarte zeigte waren diejenigen sehr Baff. Da standen nur 4 Stichpunkte drauf und einige Jahreszahlen.


Quatschecke 2013 - pappcartoon - 20.09.2013 13:23

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Vortrag! [Bild: k020.gif]

Ich hätte Dich auch nach einem Manuskript gefragt - magst Du nicht ein paar Eckpunkte hier im Forum präsentieren (vorausgesetzt, Du findest dafür noch ein bißchen Zeit)?

Schönes Wochenende allerseits!


RE: Quatschecke 2013 - Robert Jährig - 21.09.2013 12:13

Kann ich gern machen, Frage ist nur ob damit einer ausser mir was anfangen kann. Big Grin


Ausgehendes 18Jhd: Wiege des Papiertheaters stand in Augsburg (Albrecht Schmidt)
Deutsch Dänischer Krieg. Danach eigene Entwicklung in Dänemark.
Nach 1Weltkrieg abnehmendes Interesse.
Nach 2Weltkrieg fast vergessen bis Anfang der 80Jahre. Wiederbelebung

-1810 England u Deutschland
-1834 - 1853 Zeitschrift "Quelle nützlicher Beschäftigungen zum vergnügen der Jugend"
-1988 Papiertheatertreffen in Preetz


Quatschecke 2013 - pappcartoon - 22.09.2013 11:44

Genial - daraus so eine lange Rede zu machen, der das Publikum auch noch interessiert zuhört, das ist schon ganz "Hohe Schule der Rhetorik"! Kompliment, Herr Kollege.

Mir geht's gerade gar nicht gut, denn am Freitag (unmittelbar vor einer Vorstellung) hat das lockere Kreuzband an meinem Knie unvermittelt nachgegeben. Ich habe hinter der Bühne das Gleichgewicht verloren und mich beim Hinfallen übel verletzt.

Jetzt habe ich einen Gipsfuß, bekomme morgen zwei Schrauben ins Gelenk und danach darf ich acht Wochen lang (!) nicht auftreten.

Soviel zum glorreichen Auftakt meiner zweiten Spielzeit am Donnerstag im Bürgercafé. Ich hatte mich so darauf gefreut, denn jetzt ist der Raum endlich aufgeräumt und gemütlich hergerichtet.

Im Schaufenster steht meine Papierbastel-Ausstellung, ich hatte einen Artikel in der Zeitung veröffentlicht, ich habe überall Plakate aufgehängt... und jetzt das.

Ich könnt' heulen. [Bild: a050.gif]


RE: Quatschecke 2013 - Robert Jährig - 22.09.2013 12:49

Gute Besserung kann man da ja nur noch wünschen.

Bezüglich Stichpunkte: Freies Sprechen, war bei allen Vorträgen die wir in der Schule und später in der Lehre halten mussten, Pflicht. Ob das in den Naturwissenschaftlichen Fächern oder in Deutsch, Geschichte, Musik und Kunst gewesen ist, spielte dabei keine Rolle. Wenn du nur abgelesen hattest war deine Note schon gleich mal etwas tiefer angesiedelt, sprich 1 oder 2 war schon mal garnicht mehr drin. Bei einem Schulsystem, was nur 5 Zensuren hatte, war die 3 schon keine gute Note mehr. Die Lehrer gingen dann ganz einfach davon aus, dass du entweder garnicht Wustes was du da erzählst, oder ein anderer deine Arbeit gemacht hatte.

Heute kommt mir das zugute im Gemeinderat. Der Schlagabtausch mit den Mitgliedern der anderen Fraktionen in den Ausschüssen und Sitzungen setzt voraus, dass du schnell und effizient auf die vom anderen gemachten Äusserungen reagieren kannst. Dazu machst du dir nur wenige Stichpunkte bei Fehlern in den Vorträgen dieser und Nagelst sie mit diesen dann an die Wand. Dazu gehört allerdings dann auch wiederum das Wissen, um die Unwissenheit des Gegners. Leicht wird das bei denen die alles auf ihren Zetteln haben müssen, weil sie sich im Vorfeld nicht richtig vorbereitet haben. Sitzungsprotokolle und die daraus resultierenden Beschlüsse und Beschlussvorlagen sollte man als Kommunalpolitiker schon kennen, wenn man in eine Sitzung geht.

Andererseits, beim Thema Papiertheater kommt bei mir noch dazu, dass ich zu diesem Thema viel nachgelesen habe und auch heute noch viel dazu lese. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Papiertheaters ist so vielfältig und Interessant sowie auch ihre Ableitung für heutiges Papiertheater, dass man da schnell einen 2,5h Vortrag zusammen bekommt, der trotzdem für Zuhörer nicht langweilig wird.


RE: Quatschecke 2013 - Harry Oudekerk - 22.09.2013 13:46

Arme Betsy, was kan man den jetzt machen damit du etwas getröstet.
Hilft es das wir alle solche Unglücksachen erlebt haben?

Vorstellung in Berlin abgesagt weil Krank.

Vorstellung in Wien ganz misgelungen wegen Lichtprobleme.

Vorstellung in einem Museum mit Reise Theater, gerade neue Rillenboden (geklebt) bei Ankunft alle diesen Rillen losgegangen! Nur mit hilfe einer ganze Menge Wäscheklammer (glückliger Zufall gerade mitgebracht) konnte der Vorstellung gerettet.

Vorstellung in einem Museum in Appleton Mich. Ankunft am Mittwoch aber ohne Bagage! Vorstellung am Freitag, Begage kam erst Freitag morgens!
Die Amerikaner vertrauten es nicht, hatten das ganze Theater auseinander genommen und teils zerbrochen Ganze Sache provisorisch aber (wie sich später zeigte) falsch wieder zusammen gebastelt.
Bei Aufbau gesehen das es nicht klappte, wieder losgebrochen und mit Leimklammer bei einander gehalten.

Es geht nun mal so dan und wan schief.

Wünsche dir Stärke.


RE: Quatschecke 2013 - Robert Jährig - 22.09.2013 14:11

Harry, aber das wichtigste bei uns allen ist, "The Show must go on". Egal was alles schief geht, das Publikum sollte davon sowenig wie nur möglich mitbekommen.
Ich habe für den fall, dass mal was gehörig daneben geht 2 Notfallfiguren. Ein Direktor und einen Regisseur(Scholz Figuren) die dann übernehmen. Der Direktor staucht den Regisseur bei offenem Vorhang gehörig zusammen und gibt am Schuss die Anweisung den Akt zu wiederholen. Dann fällt der Vorhang und unter Lamentieren der Schauspieler und Bühnenarbeiter hinter dem geschlossenen Vorhang geht alles auf Anfang des Akts zurück.
Bisher habe ich dies Notfallszenarium noch nicht gebraucht, aber die beiden Figuren sind immer griffbereit und können immer sofort eingesetzt werden.


RE: Quatschecke 2013 - Harry Oudekerk - 22.09.2013 16:02

Ausgezeichnete Idee, will mir das merken. Aber bei uns wird es etwas schwieriger weil wir ja zu Tonband spielen. Könnte aber doch klappen.
Vielen dank.


RE: Quatschecke 2013 - Robert Jährig - 22.09.2013 17:17

Bitte Harry. Ich würde das immer Live machen. Dazu noch etwas Situationskomik und aus einer Tragödie wird eine Komödie. Die Tonaufnahme kann man ja ohnehin bis zum gewünschten Punkt zurückfahren. Für mich ist das jedenfalls der Rettungsanker und es beruhigt mich auch etwas. Die beiden Figuren werden beim zusammenstellen der Figuren für das jeweilige Stück, auch als erstes rausgelegt. Sie sind halt mein Talisman.