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RE: Quatschecke 2014 - Harry Oudekerk - 16.12.2014 11:53

Winnie. ich selber bin der Ansicht das manche die Charm ihre Vorstellungen zu hoch Schätzen.
Alles was langer ist als 45 minuten ist, nach meiner Meinung, viel zu lang.
Wir selber spielen nur 25 minuten (Genau!) Besser die Leute sagen :"Schade sas es vorüber ist" als: Gott sei dank wir sind am Ende"
Ubrigens spielen wir immer ohne Pause


RE: Quatschecke 2014 - Ulrich Chmel - 16.12.2014 14:38

Lieber Winnie, ich habe einmal durch Zufall einen "Trick" entdeckt, die "Umbauzeit vor dem geschlossenen Vorhang " zu verkürzen. Meine einführenden Worte vor Beginn der Vorstellung enden immer mit dem Hinweis, daß alle Schauspieler aus Papier sind - dabei verwende ich eine meiner 1-m Dekorationsfiguren - vorne hui, hinten pfui, aber in ihnen schlägt ein Herz aus Papier, welches immer schneller schlägt, sobald es Applaus gibt, wenn die "Bühnenarbeiter" die Bühne für den nächsten Akt umbauen.
Das wirkt! Sobald der Vorhang unten ist wird applaudiert. Dui gewinnst auf dieses Weise ca. 20 Sekunden von ca. 1:20 Umbauzeit, in welcher eine Zwischenaktmusik zu hören ist. Längere Zeit "gebe ich mir nicht".
In den letzten Jahren habe ich ja überhaupt damit begonnen "offen" umzubauen, also das Publikum dabei zusehen zu lassen. Das muß natürlich entsprechend vorbereitet sein. Aber das ändert nichts an den ca. 1:20 Umbauzeit (mit Schnürboden!).
Lieber Harry! Wie sagst Du immer so richtig: "Wir sind schon wieder einmal einer Meinung" Smile - in allen Punkten! Bei meinen "Weihnachtsstücken" bin ich bei Deiner Spielzeit: ca. 30 - 35 Minuten. Da ich diese Stücke alle stegreif spiele hängt die Spiledauer von der Stimmung im Publikum ab.Exclamation


RE: Quatschecke 2014 - Brigitte L. - 16.12.2014 16:49

(16.12.2014 11:26)Winnie schrieb:  Bei meinen Aufführungen im Freundes- und Familienkreis war das nie ein Problem, da warten alle immer höflich, egal wie lange es dauert.

Big Grin Genau, bei mir auch.

Inzwischen merke ich, wie Ulrich auch schon schreibt, dass einige ohne Zwischenvorhang spielen und den Umbau sichtbar gestalten. Doch das sollte man auch zügig können. Es kann für den Zuschauer sonst langweilig wirken und ebenso wie bei zu langen Pausen, die Spannung unterbrechen.
Gesehen habe ich als Zwischenvorhang ein Motiv aus der nächsten Szene oder als Übergang zum Beispiel der Weg von William und Adson zur Abtei, oder eine nächtliche unheimliche Szene mit entsprechender Musik. Das ist nicht so eintönig, wie ständig den selben Vorhang zu sehen und macht Lust auf mehr.

Brigitte


RE: Quatschecke 2014 - Robert Jährig - 16.12.2014 21:02

Seit Ende November bin ich auf eine Kombination aus Tableleaux und Zügen übergegangen. Damit sind die Umbaupausen auf ein Minimum geschrumpft. Auch ist die umbauhecktik zugunsten eines entspannten und ruhigen auswechselns gewichen. Zum ersten Mal ist dies neue System, bei mir, am letzten Wochenende zum Einsatz gekommen. http://www.kulturverein-wolgast.de/veranstaltungen/fotogalerien/maerchenhafte-weihnacht/77-14-12-2014-märchenspaziergang/detail/1904-151#


RE: Quatschecke 2014 - Brigitte L. - 16.12.2014 23:25

Lieber Robert,
Der Einsatz von Tableleaux ist tatsächlich eine gute Möglichkeit Umbauphasen zu minimieren. Jedoch ist das Platzproblem nicht zu unterschätzen.

Irgendwie steht bei mir zu Hause immer irgendein Holländer, Senta oder Daland rum, Meer und Sentas Stube... Ich mag sie nicht mehr sehen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Dickens Srooge in Angriff nehme?

PS: Weshalb hast du dir nach der Aufführung diesen lustigen blauen Mantel angezogen und eine rote Laterne in die Hand genommen? Steht dir aber gut.


RE: Quatschecke 2014 - Winnie - 16.12.2014 23:42

Zunächst einmal muss erst der Text stehen. Wenn das so lange dauert, wie ich befürchte, wird aber bis dahin sicherlich eine neue Bühne existieren. Eins nach dem anderen. :-)
Übrigens Brigitte, plane ich genau das, was Du geschrieben hast. Wenn z.B. William und Adson mit Lampen durch den Geheimgang zur Bibliothek schleichen, tun sie das vor einem schwarzen Zwischenvorhang. Dahinter wird dann bereits zur Bibliothek "umgebaut", die vermutlich sehr komplex wird, weil alle Figuren dort mehrfach "eingebaut" sein werden. Mehr wird aber nicht verraten! :-)


RE: Quatschecke 2014 - Robert Jährig - 17.12.2014 06:38

Liebe Brigitte, bei mir sind die Tableleaux abbaubar. Da steht nichts rum bei mir zuhause. Selbst die Halterungen kann ich entfernen sodass nur noch das Tableleaux übrig bleibt. Insgesamt verfüge ich jetzt über 5 Tableleaux die individuelle bestückt werden können. Für mich war wichtig, dass ich so wenig Platz wie möglich dafür verbrauche, alles nach dem Motto es muss in meinen Smart passen. Big Grin


RE: Quatschecke 2014 - Winnie - 17.12.2014 13:01

Hallo Robert!
Tableleaux zu verwenden klingt natürlich auch interessant. D.h. Du hast alle Kulissen, Setzstücke usw. fest montiert und musst dann nur noch die Figurenführer auflegen, richtig?
Wenn man in den Kulissen noch Lämpchen o.a. Spezialeffekte einbaut ist das vermutlich auch die einzig brauchbare Lösung, da kann auch ein Schnürboden nicht mithalten. Und man bekommt vermutlich auch keine Schwierigkeiten mit der Beleuchtung, oder? Bei einem Schnürboden muss man ja auch aufpassen, dass die oben geparkten Kulissen keinen Schatten werfen. Außerdem gibt es manchmal Bühnenbilder, die tatsächlich dreidimensional sind (z.B. der Schlosshof von Schreiber). Dafür ist Deine Lösung optimal, nehme ich an.
Wie machst Du das mit dem Platz in fremden Räumen? Ist es hinter der Bühne dann manchmal recht eng? Wo stellst Du die Tableleaux ab?
(16.12.2014 11:53)Harry Oudekerk schrieb:  Winnie. ich selber bin der Ansicht das manche die Charm ihre Vorstellungen zu hoch Schätzen.
Alles was langer ist als 45 minuten ist, nach meiner Meinung, viel zu lang.
Wir selber spielen nur 25 minuten (Genau!) Besser die Leute sagen :"Schade sas es vorüber ist" als: Gott sei dank wir sind am Ende"
Ubrigens spielen wir immer ohne Pause

Harry, da hast Du sicher recht. Ich bin auch sehr bemüht, Texte so weit wie irgend möglich zu kürzen. Bei "Der Name der Rose" kommt man dabei aber irgendwann an eine Grenze. Dann kann man nichts mehr weglassen.


RE: Quatschecke 2014 - Harry Oudekerk - 17.12.2014 14:21

Dan kommt vielleicht auch noch die Frage ob das Material geeignet ist für das Papiertheater.


RE: Quatschecke 2014 - Winnie - 17.12.2014 15:24

Für Kinder ist es sicher nicht geeignet, aber ansonsten betrachte ich es eher als eine Herausforderung. Wenn der Text fertig ist, wird sich zeigen, ob man alles so umsetzen kann. :-)