![]() |
|
Bühnenbau (ehemals: Lettres de mon Theater 6) - Druckversion +- Papiertheater-Forum (https://papiertheater-forum.eu) +-- Forum: Alles zum Papiertheater (/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Spielerbereich (/forumdisplay.php?fid=9) +--- Thema: Bühnenbau (ehemals: Lettres de mon Theater 6) (/showthread.php?tid=339) Seiten: 1 2 |
Bühnenbau (ehemals: Lettres de mon Theater 6) - Harry Oudekerk - 17.12.2013 14:55 Papiertheater Bühnenbau für Einsteiger. [attachment=661] Theaterbau, wie fängt man an? Wir alle möchten am liebsten von Anfang an die ideale Bühne Bauen. Bitte glaub' mir. So etwas gibt's nicht. Meine Rat ist. Fange einfach an. Es geht um das spielen und erst wen man spielt erfährt man welche Bedürfnissen wichtig sind für euer Spieltechnik. Dan baue einfach ein neues Theater, und bestimmt später noch eines, und noch eines. So geht das nun mal. Passt auf! Ein Papiertheater ist kein Puppenhaus, oder Model Eisenbahn. Ein Papiertheater ist ein Gerät zum Vorführen eines Stückes. Es soll möglichst einfach sein den eine Vorstellung ist schon genügend kompliziert. Das Gerät soll nicht auch noch kompliziert sein! Also: Das einfächste Theater besteht aus ein Proscenium mit einklappbare Seitenwände. [attachment=658] [attachment=659] Die schöne Seix y Barrel Theater basierten sich auf diesem Entwürf. Und waren damit sehr erfolgreich. Die populäre Schreiber Reprint aus dem 70er Jahre hatte der selbe Bau. Sowie die kleinen Theater von Benno Mischka. Bau es einfach und spiele damit ein Stück. Sieh mal ob und wie es gefällt. Man kann dieses Theater stabiler machen wen mann statt Pappe, Sperrholz benützt und bald wünscht man sich ein Boden. Aber im Prinzip ist dies ein gutes Anfänger Model. Dieser Boden hier macht alles etwas stabiler weil es das hintere Teil der Seitenwände fest hält. [attachment=660] Unser Reisetheater, das sich schon seit länger Zeit bewährt hat ist Leichtgewicht, und wird in 15 Minuten max. mit 2x 4 Schrauben zusammen gebaut. Es hat die, für uns, normale grosse die sich basiert auf Dekoration mit A3 Grösse. Damit ist das Proscenium zu gross für unsere Köffern und muss in 2 geteilt. [attachment=662] [attachment=663] Das Proscenium kann man auf Pappe, Foamcard, oder Sperrholz kleben Wichtig ist es dass man ein ein Stütz hat worauf später der Boden liegt. Hinter den Proscenium Teile sind rundum Holzleiste geklebt. [attachment=664] Beide Teile haben links und rechts 2 Löcher für Schrauben mit Flügelmutter. Also 8 im total. Damit werden die Seitenwände befestigt und zu gleicherzeit die 2 Proscenium Teile. [attachment=665] Der Boden liegt vorne, links und rechts auf den Bodenstützen. Das hintere Teil der Seitenwände steckt in den Schlitzen und damit ist das ganze ziemlich stabil. [attachment=666] Die Seitenwände sind aus Holzleisten zusammen geklebt. Am oberen Leiste haben wir kleine Holzklötzen die nach oben und unten ausstecken. Man kann hier seine Dekorationen, anhängen oder zwischen stecken oder was sonst. [attachment=667] Die LED Leisten werden auch oben zwischen den Klotzen gehängt. Unser Reisetheater hat, noch immer, kein Schurboden. Man kann ohne. Mit diesem Model sind wir über die Welt gezogen. Es hat uns gut gedient RE: Lettres de mon Theater 6 - Benno Mitschka - 17.12.2013 17:29 (17.12.2013 14:55)Harry Oudekerk schrieb: Passt auf! Lieber Harry, zunächst einmal herzlichen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, den Bau Deiner Bühne zu dokumentieren. Ich befürchte, dass ich die jetzt nachbauen muss, weil meine Kinder 'Land ohne Musik' sehen wollen... Aber nun zu meinem eigentlichen Anliegen. In diesem Forum stolpere ich immer wieder über Sätze wie diese: "Ein Papiertheater ist keine Modelleisenbahn!" oder "Ein Papiertheater ist kein Puppenhaus." Man könnte auch sagen: "Ein Papiertheater ist kein Supermarkt oder ein Beerdigungsinstitut." Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, was mit solchen Aussagen gemeint sein könnte. Ich kenne jedenfalls niemanden, der behauptet, dass ein Papiertheater eine Modelleisenbahn wäre. Es ist ziemlich offensichtlich, dass so eine Definition ein merkwürdiges Licht auf den Urheber werfen würde. Was habe ich mir also unter einer solchen Aussage ganz konkret vorzustellen? RE: Lettres de mon Theater 6 - Harry Oudekerk - 17.12.2013 18:19 Einfach dieses war gemeint: Ik kenne Leute mit wunderschöne Theater in dem man nicht spielen kann. Deswegen die Warnung. "The Play is the Thing RE: Lettres de mon Theater 6 - Benno Mitschka - 17.12.2013 18:46 Alles klar Ich hatte schon die Befürchtung, dass da bei Dir auf einmal auch noch etwas anderes mitschwingen würde. So kann ich Dir allerdings vollkommen zustimmen: "The play is the thing!"
RE: Lettres de mon Theater 6 - Robert Jährig - 17.12.2013 21:11 Danke Harry. Endlich hat mal einer etwas getan, was schon lange hätte sein müssen. Solch eine Bauanleitung, mit den Erklärungen, hätte ich gern vor 8 Jahren haben wollen. Damals wurde ich mit den Worten abgefertigt "Jeder Papiertheaterspieler entwirft und baut seine Bühne selbst". Wer das war, möchte ich aus Anstand gegenüber demjenigen nicht sagen, aber es war ziemlich entmutigend für mich, als Anfänger, der von nichts eine Ahnung hatte. Dank der Dänischen Bauanleitungen die ich dann bekommen habe ist es dann aber doch anders gekommen. Das was Du da jetzt gepostet hast, ist aber genau das, was ein Anfänger benötigt, um mit Erfolg seine ersten Schritte in diesem Hobby machen zu können. Ich finde die jedenfalls toll und das sag ich, der schon verschiedene Bühnen gebaut hat. RE: Lettres de mon Theater 6 - Harry Oudekerk - 17.12.2013 21:45 Gerne Robert, dafür sind wir ja da. RE: Lettres de mon Theater 6 - Harry Oudekerk - 17.12.2013 21:46 Wenn noch jemanden Fragen hat:-) RE: Lettres de mon Theater 6 - Ulrich Chmel - 18.12.2013 17:11 Ich kann dem Harry für seine entwaffnende Antwort THE PLAY IS THE THING nur ganz herzlich danken. Auch ich meine: AN ALLERERSTER STELLE STEHT DAS SPIEL, DIE GESCHICHTE, DAS IM KOPF ENTSTEHT UND ÜBER DIE HÄNDE AUF DIE BÜHNE UND VON DORT IN DAS HERZ DER ZUSCHAUER GEBRACHT WIRD.
RE: Lettres de mon Theater 6 - Harry Oudekerk - 18.12.2013 18:01 Wir sind uns, wie immer, einig Ulrich. Was fehlt uns den noch? Eine Drehbühne am Rillenboden. Ich habe schon ideeen. Und, hier wird es dicht gefährlich, Projektion! Dafür habe sich schon alles im hause, nur noch keine Zeit. RE: Lettres de mon Theater 6 - Ulrich Chmel - 19.12.2013 19:16 Oh Harry, das wird spannend! Für den GEVATTER TOD wollte ich so etwas machen. Drei Konstruktionen haben etwa 9 Monate verbraucht und letztlich habe ich alle verwerfen müssen. Ich habe dann diese 2. Spielebene eingebaut, mit der ich jetzt sehr zufrieden bin und die ich auch schon bei DES KAISER NEUE KLEIDER wiederverwendet habe. Aber DREHBÜHNE UND RILLENBODEN? Da bin ich schon sehr gespannt. |