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Kurzoper für die Heimbühne
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Robert Jährig Offline
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Beiträge: 1.369
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Beitrag: #11
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Hallo Ihr beiden Wiener :-).
Es freut mich das dies Team doch auch andere interessiert. Es ging bei meiner Frage aber nicht um die Pause zwischen den Akten, sondern um die Pause die in einem Akt entsteht, weil die Länge einer Seite nicht für einen Akt reichte. Bei mir dauert diese Pause ca 45sec. Wenn ich mein Koffergrammophon (Notfallgerät bei Federriss) noch zusätzlich mit einsetze, würde diese nicht länger wie ca 15sec. dauern. Aber Pause ist Pause und eine Unterbrechung im Spielfluss. Daher meine Frage. Dies gilt jetzt nicht explizit für dem Freischütz. Beim Orpheus zB. befindet sich die Einleitung zum Verhör auf der einen, dass Verhör auf der anderen Plattenseite. In dem einen Falle würde die Pause jetzt 45sec und im anderen 15sec dauern. Der Zuschauers schaut in dieser Zeit entweder auf einen Vorhang oder auf eine Bühne, auf der für diese Zeit nichts passiert. Wie könnte man dies jetzt geschickt umgehen?

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
01.05.2011 14:23
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beiträge: 368
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Beitrag: #12
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Lieber Robert Jährig!
Jeder Puppen- (Papiertheater-)spieler hat nur zwei Hände, zwei Ellbogen, einen Mund und notfalls zwei Beine um hinter der Bühne alles zu managenTongue. mein Vorschlag wäre also, der heutigen Technik einen Tribut zu zollen und die Schellacks auf einen zeitgemäßen Tonträger zu kopieren, um diese "Wechselpausen" auszuschalten.
Oder aber einen Grammophonbeauftragten anzustellen, der sich um die Schellacks kümmert, währedn dessen der Figurenspieler ein - dem Stück angepaßtes Numerngirl auf die Bühne bringt, mit dem Schildchen "Wir wechseln für Sie die Seite. Danke für Ihr Verständnis".Idea
Aber wer hat schon so viel Personal heutzutage?Blush
Mit den liebsten Grüßen aus Wien
Ulrich

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
01.05.2011 16:22
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die amelie
Nicht registiert

 
Beitrag: #13
RE: Kurzoper für die Heimbühne
(01.05.2011 16:22)Ulrich Chmel schrieb:  währedn dessen der Figurenspieler ein - dem Stück angepaßtes Numerngirl auf die Bühne bringt, mit dem Schildchen "Wir wechseln für Sie die Seite. Danke für Ihr Verständnis".Idea
Aber wer hat schon so viel Personal heutzutage?Blush

super idee, lieber ulrich, Big Grin


wenn das nummerngirl aus papier ist, wäre es doch auch mehr als stilecht bei einer solchen aufführung, oder? (dann wäre nur wichtig, die schrift auf dem schild groß genug hinzubekommen, damit es auch lesbar ist).

ganz abgesehen davon, dass das nummerngirl dann ganz den wünschen entsprechend ausstattbar wäre.... Cool


schmunzelgruß aus wien nach wien,

die amelie
01.05.2011 23:59
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #14
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Hallo Ulrich, auch ich finde die Idee mit dem Nummerngirl Gut. Vielen dank für diesen Tip.
Mit freundlichen Grüßen von der gerade sehr Stürmischen Ostsee

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
02.05.2011 00:07
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Klaus Beelte Offline
Forumsprofi
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Registriert seit: Jul 2010
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Beitrag: #15
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Hallo Robert,

vorab einen Gruß von der einen Seite der Ostsee auf die andere. Ich hatte erst Flaschenpost überlegt, aber wir haben ja Ostwind. Die Flasche käme aus Kiel vorläufig nicht in Heringsdorf an.

Doch zurück zum Schreifritz! Es gibt aus meiner Sicht beim Papiertheater wirklich nichts öderes, als ein laufend zum Umbau geschlossener Vorhang. Ich erlebte Stücke mit längerer Verschlußzeit als reiner Spielzeit.

Spiel man die Freischützplatten ab, stellt man fest, dass man eigentlich nur wenigen Aufbauten benötigt:
A. I. Akt: Wald mit Schänke (1 Seitenkulisse), Plattenseiten 1+2,
B. II. Akt Teile 1+2: Zimmer der Agathe, Plattenseiten 3+4,
C. II. Akt Teil 3: Wolfsschlucht, Plattenseite 5,
D. III. Akt Teil 1: Zimmer der Agathe (= A), Plattenseite 6,
E. III. Akt Teile 2+3: Wald mit Festzelt (= B+Setztstück), Plattenseiten 7+8

Wir spielen Bilder A,C und E in voller Bühnentiefe, das Zimmer in B +D besteht hingegen nur aus der Hintergrundkulisse "Ärmliches Zimmer" in Gasse 1.
Da die Arien der Agathe langatmig sind, besteht genügend Zeit zum Umbau im Hintergrund ohne jeden weiteren (lähmenden) Zwischenvorhang. Nach der Wolfsschlucht machen wir eine 5 Minuten-Pause und die muß sein: meine Frau reicht den Zuschauern unter der Begründung "Bleikugel-Überproduktion bei den Proben zum Kugelgießen" eine Schüssel mit Marzipankartoffeln, denn die Zuschauer sind durch die Wolfsschlucht mit großen Feuer und Explosionen bei Kugelguß derart spannungsgeladen, dass man ihnen Gelegenheit zum spontanen Austausch (und notfalls zum Toilettengang) einräumen muß.... Und hiner der Bühne braucht man die kurze Verschnaufpause dann auch gern!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.05.2011 09:31 von Klaus Beelte.)
03.05.2011 09:22
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #16
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Das mit den Marzipankugeln ist ein wirklich schöne idee

Harry
03.05.2011 17:51
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #17
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Die Idee mit den Marzipankartoffeln hört sich richtig gut an. Shy
@ Klaus: Vielen Dank für Deine Ausführungen. Sie sind sehr hilfreich.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

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03.05.2011 19:43
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #18
RE: Kurzoper für die Heimbühne
So ich habe heute den Versuch unternommen, die Kurzoperette "Orpheus in der Unterwelt" vom Grammophon doch aufzunehmen. Damit gewinne ich zwar nicht gerade einen Preis, aber es geht einigermaßen. Für die, die es interessiert, habe ich diese auf meine HP geladen. Die Ouvertüre ist eine Einspielung der Staatskapelle Berlin von ca 1925 und eine vollständige Fassung. Und nun viel Vergnügen...

Meinungen und Hinweise sind willkommen

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.12.2011 08:04 von Robert Jährig.)
04.05.2011 22:30
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beiträge: 368
Registriert seit: Oct 2010
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Beitrag: #19
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Lieber Robert Jährig,
Ich möchte Ihnen gratulieren. Erstens habe ich mir die Aufnahme angehört und finde dies als adäquaten "Sound" für die Kurzoper im Heimtheater. Auch ich verwende Aufnahmen (soweit ich sie finde) aus den 1920er und 1930er Jahren. Die "historische Qualität" macht einen wesentlichen Bestandteil des Gesamteindruckes aus.
Zweitens gratuliere ich zur Hompage und zu dem gebotenen Angebot. Wir werden sicher noch voneinander hören und sehen.
Mit lieben Grüßen aus Wien
Ihr
Ulrich Chmel

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
05.05.2011 11:49
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die amelie
Nicht registiert

 
Beitrag: #20
RE: Kurzoper für die Heimbühne
(05.05.2011 11:49)Ulrich Chmel schrieb:  Die "historische Qualität" macht einen wesentlichen Bestandteil des Gesamteindruckes aus.


dem möchte ich mich doch nur zu gerne anschließen. die "historische qualität" würde ich mit den worten "charme", "charakter", "liebenswerte ecken und kanten, an denen man hängenbleibt und gern verweilt" umschreiben. ich persönlich schätze das sehr!

und danke fürs zur-verfügung-stellen der ton-datei!


liebe grüße,

die amelie
05.05.2011 12:27
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