Papiertheater-Forum

Normale Version: Frage zum Illusteret Familie Journal
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Das Tjaden theate ist damals (am Ende de 19ten Jahrhundert) herausgegeben von Tjaden in Deventer. Es kam mit 3 stücke und dazugehörige Dekorationen.
Jahre galt es als das einzige Holländisches Papiertheater. Da entdecke ich aber das die Texte von Ursprung Deutsch sind und dann kann man vermuten das die Figuren und Dekorationen das auch sind. Über das Theater selber bin ich mir nicht sicher weil es wenig farbenfroh ist und eigentlich sehr einfach (Holländisch?) ist.
Das (einzige) Original ist im Theaterinstitut. Wir habe vor einigen Jahre ein etwas verkleinerte Reprint heraus gebracht. Die sind aber alle hin. Vielleicht, wenn dafür interesse besteht, werden wir es später noch mal auf original Grösse wieder machen.

Harry

die amelie

(06.06.2011 11:42)Klaus Schmitt-Sieger schrieb: [ -> ]...
Nur sollte man über die Möglichkeiten wissen, die man in seinem Handwerkskasten sich zusammen stellt.
An einer theoretischen Aufarbeitung des Papiertheaters als Spielform des Figurentheaters wäre ich schon interessiert, nur damit sich viele daran beteiligen, und es sollten schon eine öffentliche Diskussion sein, müsten wir diese Beiträge hier anders sammeln. Z.B. in "Beiträge zu einer möglichen Theorie des Papiertheaterspielens".


ein wenig sehe ich die gefahr in der (zu vertiefenden) theoretischen aufarbeitung hier, dass - auch, wenn nicht so beabsichtigt - sich diese dann für einsteiger und laien wie ein "genau so [optimiert] gehört es und so macht man es am allerbesten" darstellt - sprich: eine wissenschaft draus wird.

eine vorgabe anstelle eines pools an anregungen.

und das fände ich gerade bei einer kunst- und volkskulturform wie der des papiertheaters und des papier-spiel- und kunst-handwerks (ich zähle da übrigens auch noch die beschäftigung mit paper-dolls, papiermechanik u.ä. dazu) schade und einengend, weil dann da dieser leistungs- und optimierungsgedanke eingang findet und für mein gefühl die freude am spiel - so, wie es einen selbst auch am authentischsten ausdrückt - überlagert.

papiertheater war ja ursprünglich (und sollte m.M.n. auch bleiben) ein spielzeug - wenn auch eins von hohem niveau mit viel bandbreite, was den anspruch angeht. und das sollte es auch bleiben.

ich finde perfekte, moderne papiertheater- oder performance-inszenierungen etwas tolles - würde sie aber hiervon ausnehmen und eine eigene "gattung" für sie vorsehen.

das papiertheater aber ist den privaten stuben entsprungen, in die es von den bühnen großer opern- und theaterhäuser ja auch eingang finden sollte. in exakt dieser form der machbarkeit und ausführung. da jetzt wieder richtung technik wie auf großen bühnen der perfektion wegen zu gehen, führt die ursprüngliche idee m.E. ad absurdum. genau DIE aber ist für mich so schön nachspürbar - auch noch bei der kleinsten und provisorischst ausgeführten und vorgeführten papiertheater-produktion (auch und gerade kinder zaubern da welten in die papier-kästchen, die dort heraus nach einem greifen und zutiefst berühren - ganz ohne technische perfektion oder inszenierungs-know-how).

genau gehört dabei unterschieden in dilletantismus, der sich auf dem kitsch-faktor der nostalgie, lieblichkeit und sentimentalität "ausruht" und in naives, aber von herzen kommendes, ambitioniertes. (bitte, das "naiv" hier als kunstbegriff verstehen, nicht im abwertenden sinne).


dieses "zeig mir, wie du papiertheater spielst, und ich sage dir, wer du bist" - DAS ist für mich untrennbar mit dem papiertheater verknüpft und macht es im wesentlichen aus. es ist eine auch heute noch lebendige form des kunstschaffens, des kreativen schöpfens und schaffens. unabhängig von den verwendeten materialien, vorlagen, techniken,....


was der einzelne draus macht, ist, was zählt. und mit wieviel herz.


grüße,

die amelie
(05.06.2011 21:11)Brigitte L. schrieb: [ -> ]Um auf die Frage zurückzukommen. Ich spreche in diesem 'Fall von der Bildqualität. Die Vergrößerung eines kleinen Fotos auf DIN A3 wird so grobkörnig, dass es nicht mehr schön aussieht.Da es sich um ein kopiertes Bild handelt, sehe ich keine Möglichkeit es am PC zu bearbeiten. Ich gebe noch nicht auf und lasse mich nochmals beraten.

Ich habe die PDF's zunächst in jpg's umgewandelt (geht mit dem Adobe Acrobat). Die Qualität der Bilder ist dadurch recht gut, da die PDF's auch von sehr guter Qualität sind - bei den Dateigrößen kein Wunder. Einige Dekorationen hatte Harry wohl nur als Buch-Scans, diese sind nach Umwandlung in jpg's tatsächlich nicht sehr schön, aber der große Rest ist ziemlich brauchbar.

Im jpg-Bildformat kann man die Dekorationen auch ganz gut weiterverarbeiten. So habe ich die Dekorationen von allen Rändern freigestellt und auf DIN A3 Format umskaliert. Dadurch wird zwar die Dekoration etwas verzogen, fällt aber nicht sehr auf (bei Figuren sollte man dieses Verfahren aber tunlichst vermeiden).

Vorteil ist dadurch, dass alle Dekorationen auch für andere Stücke geeignet sind und in ein Proszerium passen.

Die Familie Journal Dekoration sind von "Natur" aus ziemlich kontrastreich (oder wurden von Harry bereits entsprechend bearbeitet), aber auch hier kann man natürlich noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm Hand anlegen.

Mein erster Druckversuch war dann auf einem DIN A 3 Laserfarbdrucker und ich war vom Ergebnis eher enttäuscht, da die Dekorationen zu stark glänzen (die Auflösung finde ich in Ordnung). Alternativ kann man die Seiten auch im Digital Druck herstellen (es gibt mittlerweile sehr viele Onlineangebote). Digitaldruck lohnt sich aber Kostenmässig erst ab vielen Einzelseiten.

Nicht unerwähnt sollte aber auch die Möglichkeit bleiben, Nachdrucke bei pollidor.de, schlossbuch.de oder auch prior.dk zu bestellen. Diese Enthusiasten für das Papiertheater sollten von jedem Papiertheaterintessierten mit Bestellungen unterstützt werden, denn nur so wird es auch Nachschub für Spieler geben.

So viel aus pragmatischer Sicht, für die philisophischen Gedanken zur "Zeitgeschichte zum anfassen" habe ich das Thema noch zu "Papiertheater Allgemein" und der Teil mit dem Tjaden Theater zu "Theater, Proszerien ..." kopiert. Nach kurzer "Karenzzeit" werde ich hier noch etwas aufräumen - aber bitte ab sofort etwas mehr beim Thema bleiben.

die amelie

(07.06.2011 14:13)Martin Fischer schrieb: [ -> ]... aber bitte ab sofort etwas mehr beim Thema bleiben.



huch. bin ich irgendwo allzu sehr abgeschweift? tschuldigung. ich weiß, ich komm oft vom hundertsten ins tausendste. ich mag halt und finde nur natürlich, wenn themen sich ein wenig verzweigen und entwickeln...

ich halt mich natürlich gern ein wenig zurück (wenn man mir genau sagt, wo). kein problem.


liebe grüße,

die amelie
Liebe amelie,

bitte keine Zurückhaltung, sondern lieber "Neues Thema" als "Antworten". Das Auseinanderpflücken von drei/vier unterschiedlichen Themen aus einem Gesamtthema ist recht aufwändig und das Ergebnis irgendwie auch unbefriedigend.

die amelie

(07.06.2011 15:31)Martin Fischer schrieb: [ -> ]Liebe amelie,

bitte keine Zurückhaltung, sondern lieber "Neues Thema" als "Antworten". Das Auseinanderpflücken von drei/vier unterschiedlichen Themen aus einem Gesamtthema ist recht aufwändig und das Ergebnis irgendwie auch unbefriedigend.


lach, lieber martin fischer!

ich würd sie wohl auch als verschiedene themen auseinanderhalten, wenn ich das so einfach könnte Rolleyes . für mich gehört das alles irgendwie zusammen...

aber ich werd mich bemühen!

Smile
(07.06.2011 14:13)Martin Fischer schrieb: [ -> ]Ich habe die PDF's zunächst in jpg's umgewandelt (geht mit dem Adobe Acrobat). Die Qualität der Bilder ist dadurch recht gut, da die PDF's auch von sehr guter Qualität sind - bei den Dateigrößen kein Wunder. Einige Dekorationen hatte Harry wohl nur als Buch-Scans, diese sind nach Umwandlung in jpg's tatsächlich nicht sehr schön, aber der große Rest ist ziemlich brauchbar.

Im jpg-Bildformat kann man die Dekorationen auch ganz gut weiterverarbeiten. So habe ich die Dekorationen von allen Rändern freigestellt und auf DIN A3 Format umskaliert. Dadurch wird zwar die Dekoration etwas verzogen, fällt aber nicht sehr auf (bei Figuren sollte man dieses Verfahren aber tunlichst vermeiden).

Vorteil ist dadurch, dass alle Dekorationen auch für andere Stücke geeignet sind und in ein Proszerium passen.

Die Familie Journal Dekoration sind von "Natur" aus ziemlich kontrastreich (oder wurden von Harry bereits entsprechend bearbeitet), aber auch hier kann man natürlich noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm Hand anlegen.

Hier ist mal ein Beispiel eines mit der o.g. Schritten endbearbeiteten jpg's (noch ohne Skalierung auf DIN A3):
Es gab beim bearbeiten ettliche Probleme. Zuerst mal das die besten Bogen schon zeit längst nicht mehr zu haben waren, wir arbeiteten also oft mit zweiter Garnitur.
Dan beim Druckverfahren kamen manchmal verschoben Farben vor. Da versucht man alles daran zu tun und es dauert eine Menge Zeit bevor man einsieht das dies eigentlich nicht geht.
Die Bogen waren schliessig met "Zeitungsqualitat" auf Zeitungspapier gedruckt. Da sieht man manchmal die die Text am Hinterseite durchscheinen. Auch bei Martin's Bild rechtsoben.
Nur für eigenen gebrauch habe ich ein Rezept entwickelt die Grobkornigheid zu umgehen. Ist aber zu kompliziert für dieses Forum (und mein Deutsch), werde das also am einer meiner
nächsten Homepages erklären

Übrigens kan man PDF's auch normal in Photoshop (Elements) in jede gewünschte Auflösung (300 dpi, 600 dpi usw) öffnen.

Harry
Harry, ich hatte keine Probleme mit Deinen Dateien. Die Kulissen habe ich auf etwa A3 vergrößert und wie man sehen kann, ist dies auch gut gelungen. Die Figuren habe ich auf A4 Größe ausgedruckt
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