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Quatschecke 2016 - Druckversion

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RE: Quatschecke 2016 - Harry Oudekerk - 17.01.2016 13:25

Machen wir Steampunk(1)

[attachment=924]

Saison 2016/2017 wird für uns ein Steampunk Saison.
Unser neuestes Stück wird die Abenteuer erzählen von Julie Verne. (Keine Familie von Jules in so weit ich weiss).

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Was ist Steampunk? Steampunk ist eine Stil, Hobby und sogar manchmal eine Lebensart.
Leute die sich damit beschäftigen behaupten sie leben in eine alternative Viktorianische Era. Es gibt Elektrizität aber Tesla ist wichtiger als Edison. Uhrwerk und Dampf wichtiger als Benzine und die Kleidung ist oft ziemlich extravagant.
In unsere Geschichte handelt es sich um eine Rettungsexpedition nach Antarctica den dort ist der berühmte Entdeckungsreisender und Forscher Kapitän Grant(!) verschwunden als er auf seine letzte Reise versuchte der Südpol zu erreichen.
Grant übrigens hatte als Transportmittel ein grosser mechanischer, von Damp angetriebener, Elefant. Warum? Klar: Weil während der Eiszeit Mammutten gut überleben konnten.

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Julies’ Amanuensis/Butler, Passepartout hat ein anderes Transportmittel erfunden.

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Der Albatros. Eine Art von Eisenbahnwagon mit Laufräder für die Bewegung vorwärts und eine Ballon damit man auch in die Luft geht.

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Dabei ist auch Belle Grant ihr Pflegekind und Tochter von. Sowie Tesla ein Telegraph Kakadu.

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So weit so gut.

Die Geschichte wird ab August als Papiertheaterstück erzählt aber wärhend eines kulturellen Festivals bei uns in Harderwijk auch als Videoanimation gezeicht von den Steampunker.
Wie das mit dem Figuren gemacht wird folgt im nächstem Bericht.


RE: Quatschecke 2016 - Harry Oudekerk - 17.01.2016 16:44

Machen wir Steampunk(2)

Die Einfache Fotobearbeitung

Diese Steampunk Leute treffen sich überall in Europa und haben, vielleicht, spass und lassen sich fotografieren.
Oft wunderbare Bilder die Welten und Geschichte suggerieren, aber nie erzählen
Als Papiertheaterspieler hat mich das gewundert und ich habe öfter gefragt weshalb das? Bekam aber nie ein klares Antwort. Ich vermute das so etwas einfach eine Schritt zu viel ist.
Ich hatte aber der Absicht diese Geschichte von Julie Verne zu erzählen und schlug vor mal etwas gemeinsames zu machen.

Hier eine Ausfluch ins Papiertheater: Ich glaube das der (grafische) Stil eines Stückes dem Thema entsprechend soll sein. Damals spielten wir Faust mit Bilder von Jeroen Bosch, A Christmas Carol lehnte sich Anton Pieck an usw.
Möchte hier benachdrucken das der Absicht und das Resultat nicht immer übereinkommen (leider) aber wir versuchen es.

Für das Steampunk Stück möchte ich echte Steampunk Leute benützen welcher Fotografien ich dan bearbeite um sie mehr grafisch zu machen.
Es gibt dabei 2 Methoden die Komplizierte die für die Hauptdarsteller benützt wird und die Einfache welche ausreicht für die figuranten.
Es wurden für diese Projekt insgesamt mehr 1700 Foto’s gemacht!

Unsere Geschichte spielt in eine graue einfarbige Industrielle Welt.
Die einzige Farben die es eigentlich noch gibt stammen von besonderen Leute die aussteigen über die Massen.

Hier eine Herr aus dem Publikum, wir sehen ihn auf den Rücken
Ich habe zwei Posen gewählt.

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Die Medium-aufnahme mit geschlossenen Arme wird über das weitarmigen Total gelegt wobei der Hintergrund weggeschnitten wird.

[attachment=931]
Über einander gelegd und passend gemacht. Vom Total eigentlich nur die Unterbeine benützt.
Dan die Figur “frei” gemacht.

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Wo wie nun eine gute Figur haben kommt die 2e Stufe: Grafischer Ton und Anblick sollen im Papierstück “Passen”.

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Vom Ebene mit meine Figur mache ich jetzt eine Kopie. Es gibt dabei mehrere Methoden womit sich Ebene mit einander verbinden. Hier habe ich “Soft Light” gewählt für die obere Ebene.
Das ganze Bild sieht jetzt mehr sättig un dunkler aus,

[attachment=934]

Jetzt wähle ich die zweite, untere, Ebene und gehe im Menu zu “Enhance- Adjust Lighting- Shadows and Highlights” (mein Photoshop spricht Englisch).
Ich mache(nur) die Schatten heller wen ich der obere Schieber ganz nach Rechts bring(zwischen 90% und 100%) Auf einmal wird das, fast Schwarze, Kostum heller und man sieh mer detaillieren.

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Jetzt die ganze Figur (nur) eine Farbe geben und nach Bedürfnis ein Wenig “Blurren” damit es etwas schematisch bleibt.

Für die Hauptkarakter aber reicht dies alles nicht aus.
Kommt aber später.


RE: Quatschecke 2016 - Harry Oudekerk - 18.01.2016 18:26

Machen wir Steampunk(3)

Meine Eltern haben mir gelernt: Wen man nichts zu sagen hat soll man schweigen, und man soll nie sein eigener Ruhm verkünden.

Aber diesmal hat der Robert mir gefragt wie wir das machen mit den fotografierten Akteure für unser Steampunk Vorstellung.
Im vorigem Bericht habe ich erzählt wie ich die Figuranten mache.
Das sind viele, kommen nur Kurz im Bild, und deshalb darf das also nicht zu lange dauern.

In diesem Bericht aber handelt es sich um die Hauptkarakter und um Figuren wobei sich die Arbeit lohnt.

Die Filme Georges Melies waren die Inspiration für unser Stück und seine (weibliche) Figuranten waren oft die Tänzerinnen der Folies Bergere.
In “Die Reise zur Mond” spielen die Damen eine Ehrengarde (Ehrenwart?) Und sowas möchte ich auch.
Die Damen kommen ziemlich viel vor und nur eine Foto soll für die ganze Gruppe dienen.
Da lohnt sich also die Arbeit:

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Hier das Original.
Die Dame hat rechts zwei verschiedene Arme weil sie auch ein Salut bringen muss. Die dunkleren Teile sind wirklich sehr dunkel aber wen man gut hinschaut sieht man noch Details.
Das wird also die erste Stufe: Das aufhellen der Schatten.
In vorigem Bericht wurde schon erklärt wie man das macht..

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Und hier das Resultat.

Alles steht hier nog auf eine Ebene in Photoshop (Elements).
Jetzt muss die Figur neu gefärbt werden den frölich sieht sie noch nicht aus.
Der Prozess is einfach. Langwelig sogar.
Man muss für jede Farbe ein neue Duplikat Ebene machen.
Wir arbeiten von Innen nach Aussen. Das heisst wir fangen mit den Haut an und enden mit die Mütze oder die Jacke.

Also:
A: Kopie vom Ebene mit Figur. Neue Ebene Name geben (hier “Skin”)
B: Mittels “Hue and Saturation (cmd U) und Colorize wird diese ganze Ebene neu gefarbt. Haut Farbe.
Dan wird weggeschnitten was man von diese Farbe nicht braucht.

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C: Weil wir mit Hautfarben dabei sind ist es vielleicht eine gute Idee gleich das Gesicht etwas zu “Glatten”. Digitaler Botox!
Für Papiertheater hat man schnell zuviele Details. Das wirkt unruhig und störend.

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Einfach mal ein wenig damit spielen damit man etwas Gefühl dafür bekommt.

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Before and After.
Barbie is alive and lives in Harderwijk.

Diese Stufen werden bei jeden Farbe wiederholt bis wir fertig sind.

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Hier noch einmal alle Versionen neben einander.

Die letzte Figur hat wieder “Geblurrte” Umrissen. Die benützen wir seit die Tom Kater Stücke aus 2011.

[attachment=942]


RE: Quatschecke 2016 - Robert Jährig - 19.01.2016 01:34

Harry, ich bin begeistert. Schade, dass ich das Ergebnis nicht live sehen kann.


RE: Quatschecke 2016 - Harry Oudekerk - 19.01.2016 02:40

Wieso, das Stück werden wir in August im Thüringenwald spielen (ich glaube jedenfalls das auch wir auf die Liste stehen), und wen es bei uns in 2017 ein sechstes Treffen gibt dan wird s dort zum letzten mal gespielt.
Den Film darüber kannst du bei mir am Facebook lesen und der wird bestimmt auch einmal am You Tube kommen.


RE: Quatschecke 2016 - Robert Jährig - 19.01.2016 09:10

Harry, ich bin im August leider nicht in Schmiedebach, da ich anderweitigen Verpflichtungen nachkommen muss.


RE: Quatschecke 2016 - Harry Oudekerk - 19.01.2016 12:55

Na nur für dir: https://youtu.be/HkiLijrh4no

Demo der ersten Akte.


RE: Quatschecke 2016 - Robert Jährig - 20.01.2016 00:07

Nicht schlecht. Bin neugierig wie es weiter geht.


RE: Quatschecke 2016 - Robert Jährig - 22.01.2016 11:32

Mit Bestürzung musste ich heute erfahren, dass Klaus Loose in der vergangenen Woche verstorben ist. Ich freue mich, dass ich noch die Ehre hatte, ihn kennen gelernt haben zu dürfen.


RE: Quatschecke 2016 - Brigitte L. - 25.01.2016 23:23

(19.01.2016 12:55)Harry Oudekerk schrieb:  Demo der ersten Akte.

Harry, das ist großartig! Wir sind auch in Schmiedebach- Da freue ich mich schon auf Eure Vorstellung

Robert, der Nachruf auf Herrn Loose auf der Vereinsseite wurde von Herrn Reuter treffend geschrieben und beleuchtet sein künstlerisches Leben und Wirken deutlich.

Grüße, Brigitte