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Alles Gute kommt von oben...
Verfasser Nachricht
pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #1
Big Grin Alles Gute kommt von oben...
... jedenfalls bei meiner Bühne, denn ich führe die Figuren nicht seitlich, sondern klassisch von oben.

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Problem: wie kann ich die Figuren (jeweils mit 50 Zentimeter hohen Leisten versehen) so neben der Bühne lagern, daß sie sich nicht verhaken, ich sie aber gut hintereinander weg auftreten lassen kann?

Der aktuelle Anlass ist der historische "Bilderbogen", bei dem über fünfzig (!) verschiedene Charaktere auf die Bühne kommen werden, die ich irgendwie auf die Schnelle (!!) griffbereit haben muß.

Der Rahmen, der ich für die Aufbewahrung meines umfangreichen Ensembles konstruiert habe, ist nur bedingt geeignet, da die Figuren dort zwischen zwei Leisten fest eingespannt sind und nicht mit einer Hand entnommen werden können.

Das System mit dem Steckschwamm, das ich bisher für Kindergeburtstage verwendet habe, bei denen maximal zwölf Figuren unterwegs waren, hat sich nicht so ganz bewährt.

Hat jemand von Euch eine geniale Idee?
16.04.2012 15:23
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Harry Oudekerk Offline
Spieler
*****

Beiträge: 1.223
Registriert seit: Oct 2010
Bewertung 3
Beitrag: #2
RE: Alles Gute kommt von oben...
Magneten?
Es gibt magnetische Farbe (paint?). Ein Brett anstreichen (2 mal) und dan metal Streifen an die Figuren?


Harry
16.04.2012 17:52
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #3
Alles Gute kommt von oben...
Gute Idee, Herr Kollege! Idea

Ich werde darüber nachdenken, aber für den großen Auftritt im Mai wird das nicht funktionieren, weil so viele Charaktere zum Einsatz kommen werden.

pictureupload funktioniert heute Morgen, darum kann ich Euch mal meine selbstgebaute Rahmenkonstruktion zeigen, in der die Figuren lagern (ja, ich weiß: sind ziemlich viele...).

[Bild: 130412214841_fun_rahmen_klein.jpg]

So etwas ähnliches schwebt mir für hinter der Bühne vor.

Problem 1: die Figuren fallen um, wenn ich sie nicht irgendwie fixiere.

Problem 2: wenn ich sie verkehrtherum in eine Blumenvase stecke (zum Beispiel), muß ich sie alle vor dem Auftritt drehen - und sie werden sich verhaken. Außerdem fallen sie ebenfalls um, wenn ihr Schwerpunkt oben ist.

Hmmm... Angel
17.04.2012 06:49
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #4
RE: Alles Gute kommt von oben...
Kommt schon, lasst mich nicht hängen!

Ich hab' noch ein anderes Problem bei diesem Stück - und wo in den Weiten des Wehwehweh sollte man mir dabei besser helfen können, als in diesem Forum?
18.04.2012 10:12
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Klaus Beelte Offline
Forumsprofi
****

Beiträge: 54
Registriert seit: Jul 2010
Bewertung 1
Beitrag: #5
RE: Alles Gute kommt von oben...
Hallo Betsi, Sie bunte pappcartoon-Kuh (oder so - oder wie war das?),

über dieses neue "Gesicht" im Forum habe ich gefreut und "DeIhre" Beiträge sind bemerkenswert. Auch von mir ein herzliches Willkommen.

"Hängen lassen" ist nicht der richtige Ausdruck, denn auch bei uns dauern Wunder etwas länger. Ich glaube vielmehr, dass niemand so recht begriffen hat, was Sie da überhaupt haben und wollen. Zu sehen sind viele Figuren an ihren Führungsstäben, ich erkenne natürlich die Längshölzer des Stativs, in dem sie hängen, und ich erahne oberhalb der Längshölzer quer eingefügte, gelbliche Pappstreifen (?). Welche Funktion haben diese (falls richtig erkannt) Streifen? Jedenfalls würden diese Querpappen allein schon das Herausziehen aus der angedachten Blumenvase vereiteln, noch bevor die Vase überhaupt umfallen könnte! Mögen Sie uns diesen Teil Ihrer Figurenführung noch näher erklären und zeigen? Ich fürchte, da liegt so ne klitzekleine Panne in der Konstruktion...

Wenn aber die Figuren so an ihren Holzstäben bleiben und auch die obere Fahne z.B. zur Benennung der Figur oder Anzeige ihrer Gehrichtung notwendig ist, bleibt praktisch nur, die Figuren, die ja offfenbar in ihrer Chronologie nur je einen Auftritt haben, in dieser Reihenfolge übereinander in eine seitwärts offene Pappkiste zu legen. Breite der Kiste wie maximale Figurenbreite, die Länge so, dass die Stäbe nur eine gute Handbreit heraus ragen. Die Kiste ist schräg zu stellen, d.h. unter der "Stabseite" des Kartons sollte ein erhöhender Klotz gegeben werden, so dass ein leichtes Gefälle zu den Füßen der Figuren entsteht. Dadurch wird das ungewollte Herausrutschen Ihrer Schauspieler vermieden. Um ein Durcheinander auf der Stabseite zu vermeiden, können die Holzstäbe in eine nun senkrecht (mit geringem Spielraum!) anzuordnende Doppelführung gegeben werden.
Puh, das war schwer zu beschreiben und sicher noch schwerer zu verstehen. Fragen? Kommen Sie nur, ich würde es dann sogar mit einer Skizze probieren (das ist eine Drohung!).

Nö, hängen lassen is nich, aber Patentrezepte ham wa auch nich. Aber gerade das macht Papiertheater aus: Erfinden und Inprovisieren, denn Du bist Dein eigener Theater-Chef! Und das ist schön so!!
Wir helfen sicher alle gern. Sofortiges Helfen ist aber nicht immer möglich, und besonders dann nicht, wenn zwar der Hilfesuchende weiß, über was er redet und schreibt (er/sie kennt ja die eigene Ausstattung), aber dieses Wissen nicht so weiter geben kann, dass auch Leser Chance haben, sein/ihr Problem wirklich zu erkennen....

Um so mehr: nochmals herzlich willkommen im Club, Betsi (*)!

viele Grüße
Klaus

(*= einen besseren Namen fand ich nicht. Ich mag Dich aber nicht als Pappkarton anreden und möchte auch nicht als Schuhkiste bezeichent sein...)
18.04.2012 23:34
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #6
Rainbow Alles Gute kommt von oben...
Guten Morgen, Klaus.

"Betsi" und "Du" geht in Ordnung - ich wollte nur nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

Vielen Dank, daß Du Dir noch so viele Gedanken zu meinem Problem gemacht hast. [Bild: k020.gif]

Ich liebe diese bühnentechnischen Tüfteleien normalerweise sehr und bin stolz darauf, was ich bisher schon im stillen Kämmerlein entwickelt habe. Aber im Moment bin ich ein bißchen überfordert, weil ich noch nie so viele Figuren für ein Stück im Einsatz hatte wie dieses Mal...

Lass' mich also näher erklären, wo es im Moment hakt.

Der Rahmen auf dem Foto dient lediglich zur Aufbewahrung der Figuren, weil sie sich in der Schachtel, in der sie früher lagen, immer wieder verhakt haben bzw. weil es schon so viele wurden, daß die untenliegenden Figuren durch das Gewicht langsam verbogen wurden.

Also habe ich mir etwas überlegt, um sie aufrecht stehend zu lagern - und das kam dabei heraus. Eine doppelte Schiene unten, in die ich die 3x5 mm-Holzleisten reinschieben kann - und eine oben, damit das Ganze nicht umfällt. Die Figuren haben unten (entsprechend der Höhe des Bühnenrandes) etwa drei Zentimeter "Luft", mit denen ich sie z.B. in Ständer stellen kann, wenn mehr als drei von ihnen gleichzeitig auf der Bühne sind.

Diese drei Zentimeter sind alles, womit ich sie unten fixieren kann - aber weil sie alle verschieden hoch und breit sind, kippen sie gern. Deshalb habe ich die oberen Leisten angebracht. Die Figuren werden nach jedem Auftritt dort "eingefädelt" und dann steht der Rahmen im Keller auf dem ursprünglichen Theaterkarton (in dem die Kulissen hängen).

Die gelben Pappschildchen waren Markierungen, um die Figuren thematisch zu trennen. So finde ich sie schneller, wenn ich für einen Auftritt jemanden aus dem Königshaus, eine Märchenfigur und ein paar Tiere brauche. Ich habe sie mittlerweile durch kleine Kabelbinder ersetzt, was den einzelnen "Abteilungen" zusätzliche Stabilität verleiht (jetzt kann nichts mehr zur Seite wegkippen).

Das auf dem Foto ist also lediglich das Depot von meinem Ensemble.

Bisher habe ich zu Auftritten eine längliche Schachtel mitgenommen, in der ein Steckschwamm liegt. Die habe ich hinter die Bühnenwand gelegt und die jeweils benötigten Figuren (zwölf bis fünfzehn pro Stück) in der Reihenfolge ihres Erscheinens reingesteckt.

War nur bedingt gut, denn die Löcher im Schwamm wurden jedes Mal größer und nach ein paar Vorführungen ist das Ding zerlöchert wie ein Schweizer Käse und die Figuren sind umgekippt.

Also brauche ich jetzt die Quadratur des Kreises: ein System, in das ich sie aufrecht stellen kann (um unnötiges Hantieren und Umdrehen zu vermeiden) und gleichzeitig ein System, aus dem ich sie schnell und einzeln entnehmen kann.

Das ist nicht so einfach.

Die Idee mit der Schrägstellung hatte ich auch schon, aber das nimmt wahrscheinlich zu viel Platz weg. Noch dazu ist das offen-in-der-Schachtel-liegen bei so vielen Figuren gefährlich (siehe oben).

Ich habe mir aus dem Baumarkt neue Holzleisten geholt (unter den Stichworten "Holzleisten aufbewahren" bin ich übrigens neulich auf dieses Forum gestoßen) und werde heute ein bißchen weiter tüfteln und konstruieren.

Ich werde die Fortschritte ausführlich für Euch dokumentieren, aber wenn ich das richtig gesehen habe, spielt Ihr alle seitlich und habt wahrscheinlich andere Probleme mit der Unterbringung Eurer Pappenheimer vor ihrem Auftritt.

Wink

Schönen Donnerstag allerseits!
19.04.2012 08:09
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #7
RE: Alles Gute kommt von oben...
Figuren, die von oben bespielt werden, müssen auch mal auf der Bühne "geparkt" werden können (vor allen Dingen dann, wenn drei und mehr Personen gleichzeitig auftreten und der Theaterdirektor nur über zwei Hände verfügt...).

Das Problem eines Fußes für meine Figuren habe ich mittlerweile sehr elegant gelöst - mit weißen Gummi-Türstoppern aus dem Baumarkt!

[Bild: std_tuerstopper.jpg]

Die Öffnung ist groß genug, um den unteren Teil des Führungsstabes schnell reinstecken zu können und die Figur "aus dem Stand" bewegen zu können.

Der Gummipömpel ist außerdem schwer genug, um nicht zu kippen. Für besonders große Figuren/Requisiten verwende ich entsprechend größere Stopper.

Der Zuschauer sieht sie nicht, da diese Füße hinter dem unteren Bühnenrand verborgen bleiben - aber Euch zeige ich sie mal eben:


.jpg  1946 mini mini.jpg (Größe: 146,96 KB / Downloads: 44)

Das ist übrigens die ausgebombte "Frau Nachbarin 1945", die gerade mit ihrem geretteten Hausrat in die Hüttensiedlung der Vorstadt zieht.
Ach ja: das ist die Rahmenkonstruktion, die ich gebaut habe, um die Figuren in der Reihenfolge ihres Auftritts griffbereit hinter der Bühne lagern zu können.


.jpg  Auftritt 2 mini.jpg (Größe: 194,99 KB / Downloads: 37)

Nicht unbedingt elegant, aber sehr praktisch und stabil.
24.04.2012 09:16
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #8
RE: Alles Gute kommt von oben...
Ach ja, das wollte ich noch erwähnen: meine Figuren haben jeweils eine Vorderseite und eine spiegelverkehrte Rückseite und sind meistens im Profil dargestellt.

Auf diese Weise können sie über die Bühne gehen, sich um ihre eigene Achse drehen und die Bühne wieder verlassen.

Die beiden Seiten werden deckungsgleich auf eine 50 cm lange Fichtenholzleiste (3 x 5) geklebt - und schon geht's los.
25.04.2012 20:39
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