Guten Morgen, Klaus.
"Betsi" und "Du" geht in Ordnung - ich wollte nur nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
Vielen Dank, daß Du Dir noch so viele Gedanken zu meinem Problem gemacht hast.
Ich liebe diese bühnentechnischen Tüfteleien normalerweise sehr und bin stolz darauf, was ich bisher schon im stillen Kämmerlein entwickelt habe. Aber im Moment bin ich ein bißchen überfordert, weil ich noch nie so viele Figuren für ein Stück im Einsatz hatte wie dieses Mal...
Lass' mich also näher erklären, wo es im Moment hakt.
Der Rahmen auf dem Foto dient lediglich zur Aufbewahrung der Figuren, weil sie sich in der Schachtel, in der sie früher lagen, immer wieder verhakt haben bzw. weil es schon so viele wurden, daß die untenliegenden Figuren durch das Gewicht langsam verbogen wurden.
Also habe ich mir etwas überlegt, um sie
aufrecht stehend zu lagern - und das kam dabei heraus. Eine doppelte Schiene unten, in die ich die 3x5 mm-Holzleisten reinschieben kann - und eine oben, damit das Ganze nicht umfällt. Die Figuren haben unten (entsprechend der Höhe des Bühnenrandes) etwa drei Zentimeter "Luft", mit denen ich sie z.B. in Ständer stellen kann, wenn mehr als drei von ihnen gleichzeitig auf der Bühne sind.
Diese drei Zentimeter sind alles, womit ich sie unten fixieren kann - aber weil sie alle verschieden hoch und breit sind, kippen sie gern. Deshalb habe ich die oberen Leisten angebracht. Die Figuren werden nach jedem Auftritt dort "eingefädelt" und dann steht der Rahmen im Keller auf dem ursprünglichen Theaterkarton (in dem die Kulissen hängen).
Die gelben Pappschildchen waren Markierungen, um die Figuren thematisch zu trennen. So finde ich sie schneller, wenn ich für einen Auftritt jemanden aus dem Königshaus, eine Märchenfigur und ein paar Tiere brauche. Ich habe sie mittlerweile durch kleine Kabelbinder ersetzt, was den einzelnen "Abteilungen" zusätzliche Stabilität verleiht (jetzt kann nichts mehr zur Seite wegkippen).
Das auf dem Foto ist also lediglich
das Depot von meinem Ensemble.
Bisher habe ich zu Auftritten eine längliche Schachtel mitgenommen, in der ein Steckschwamm liegt. Die habe ich hinter die Bühnenwand gelegt und die jeweils benötigten Figuren (zwölf bis fünfzehn pro Stück) in der Reihenfolge ihres Erscheinens reingesteckt.
War nur bedingt gut, denn die Löcher im Schwamm wurden jedes Mal größer und nach ein paar Vorführungen ist das Ding zerlöchert wie ein Schweizer Käse und die Figuren sind umgekippt.
Also brauche ich jetzt die Quadratur des Kreises: ein System, in das ich sie aufrecht stellen kann (um unnötiges Hantieren und Umdrehen zu vermeiden) und gleichzeitig ein System, aus dem ich sie schnell und einzeln entnehmen kann.
Das ist nicht so einfach.
Die Idee mit der Schrägstellung hatte ich auch schon, aber das nimmt wahrscheinlich zu viel Platz weg. Noch dazu ist das offen-in-der-Schachtel-liegen bei so vielen Figuren gefährlich (siehe oben).
Ich habe mir aus dem Baumarkt neue Holzleisten geholt (unter den Stichworten "
Holzleisten aufbewahren" bin ich übrigens neulich auf dieses Forum gestoßen) und werde heute ein bißchen weiter tüfteln und konstruieren.
Ich werde die Fortschritte ausführlich für Euch dokumentieren, aber wenn ich das richtig gesehen habe, spielt Ihr alle seitlich und habt wahrscheinlich andere Probleme mit der Unterbringung Eurer Pappenheimer vor ihrem Auftritt.
Schönen Donnerstag allerseits!