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Protokoll einer Aufführung
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #26
Big Grin Protokoll einer besonders heiligen Aufführung
Wir sind eben heimgekommen, der Erstgeborene und ich. Ich bin aber leider noch viel zu aufgedreht, um jetzt ins Bett gehen zu können.

Lasst mich also bitte noch kurz ein bißchen angeben, denn heute hab' ich den Tempel gerockt, Herrschaften!

Ich habe die Bühne schon am Nachmittag in einer dämmrigen Seitenkapelle aufgebaut, da abends nach dem Jugendgottesdienst und der Kirchenführung ein Konzert des Chores stattfinden sollte - da hätte ich schlecht mit meinem Kram herumscheppern können (selbst wenn der Aufbau schnell und routiniert abläuft).

Heute konnte ich wieder hinter dem Vorhang spielen - auch wenn ich das System noch einmal überarbeiten muß, denn beim Aufstellen ist mir ein Teil meiner raffinierten Konstruktion kaputtgegangen und ich musste mit Geschenkband und vielen Knoten improvisieren. Zum Glück ist es in der Kirche nicht besonders windig und die Sache hat gehalten (ich spiele hinter dem Vorhang wesentlich freier - und entsprechend mehr Gaudi hat das Publikum).

Als alter Hase im Showgeschäft war ich außerdem schlau genug, mir eine zusätzliche, kleine Lampe mitzunehmen, um im Dämmerdunkel hinter der Bühne meinen Text im Auge zu behalten und die richtigen Knöpfe auf den "Sound Boxes" drücken zu können.

Um zehn Uhr ging's dann eeendlich los. Ich war die Ruhe selbst, obwohl ich in den Stunden vor der Aufführung ziemlich Lampenfieber hatte. Wenn's aber dann losgeht, übernimmt eine Art "Autopilot" die Steuerung und ich habe keine Zeit mehr, nervös zu sein - dann wird gespielt und fertig.

Es waren überraschend viele Zuschauer da, die Geräusch-Effekte (Danke, Harry!) haben die Sache ganz wundervoll aufgewertet und als der Herr Pastoralreferent als "Pappkamerad" auf die Bühne gekommen ist, hat's das Publikum fast von den Bänken gehauen vor Lachen.

Hinterher hat er sich überschwänglich vor allen Leuten bei mir bedankt und als ich ihm dann seine Figur verehrt habe (ich kann mir jederzeit eine neue basteln), war er ganz gerührt, der Gute.

Doch, ja - diese Mission im Auftrag des Herrn war äußerst erfolgreich. Vor allen Dingen deshalb, weil mich jetzt ein paar mehr von den "richtigen" Leuten kennen und mich wieder engagieren bzw. weiterempfehlen werden.

Angel ... halleluja - SO macht Theaterspielen Spaß!
17.06.2012 00:44
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