Lieber Robert,
es war nicht meine Absicht, Deine Tonaufnahme nur runter zu machen. Aus den Vorgängen war erkennbar, dass es wohl Deine erste Tonaufzeichnung war. Klar, das "Krachen" ist die Verschlußkugel in der Türe vor dem Schallaustritt am Grammophon.
Du hast hier das gleiche Phänomen wie jeder Tonbandfreak: im Freiland freust Du Dich, den fröhlich singenden Vogel auf Band zu haben, und beim Abhören daheim merkst Du, dass der 2 km entfernt gekläfft habende Hund fast lauter als der Vogel ist. Wir können beim Hören Geräusche verdrängen, das Mikrofon des Aufnahmegeräts "hört" objektiv. Schlagersänger schlucken fast ihr Richtmikrofon, Sprecher arbeiten mit Haedset, um Raum- und Refektionsschall so weit wie möglich auszuschließen.
Jede Schallwandlung geht mit Verlusten einher. Eine MC über den Player des Radios abzuspielen, um den Inhalt mit Mikrofon neu auf CD aufzunehmen, wird erheblich schlechter ausfallen als vom Radio direkt elektrisch in das Aufnahmegerät zu überspielen. Und da der Abtastnadel und dem Lautsprecher am alten Grammophon und den Platten sowieso Begriffe wie HIFI fremd waren, solltest Du wirklich nach anderen Möglichkeiten suchen.
Natürlich bleibt ein Orpheus auf Schellack alt. Schmalbändige Aufnahmen bekommt man auch mit neuer Technik nicht breitbändiger und "vollmundiger". Der Genuß beim Abhören bleibt - wie bei jeder Schellackplatte - relativ. Man muß den Klang und die Ausdrucksweise der Musik mögen.
Kratz und Knackgeräusche zu entfernen ist mit etlichen Programmen möglich, nimmt aber auch immer Musikstimme und Orchester mit.Zwar habe ich den Orpheus noch nicht überspielt und mein Aufnahmeprogramm MAGIX spinnt derzeit, aber es wäre bei Interesse sicher bald möglich.
Kennst und hast Du das ODEON-Textbuch zu der Kurzoperette oder brauchst Du eine Kopie?
Gruß Klaus
Im Übrigen freue ich mich

, dass das Nieschenthema KURZOPER eine solch umfangreiche Diskussion in diesem Forum hervorgerufen hat!