Nun, bis Oktober ist es nicht mehr lange hin und damit rückt der Termin der Opernfestspiele in Mering immer näher. Auch ich gehöre zu den Teilnehmern und zwar mit "Orpheus in der Unterwelt". Dieses Stück habe ich seit 2009 in meinem Programm. Eigentlich nehme ich da sonnst die Fassung von Prior in einer Übersetzung von Christian Reuter mit 2 Gesangseinlagen, doch für die Opernfestspiele sollte es doch etwas exklusiver werden und so habe ich mich für die sehr gelungene Kurz-Operette von Odeon von 1929 entschieden. Damit die Aufnahme nicht durch eine Digitalisierung an Charakter verliert, habe ich mich entschlossen bei den Opernfestspielen die Aufnahme originalgetreu mit 2 Grammophonen und 2 Plattensätzen abzuspielen. Dies bedeutet, dass die Pausen zwischen dem Seitenwechsel kaum von belang sind. Da nun aber seit 2009 und heute doch etwas Zeit vergangen ist, habe ich nun noch einmal die Bühnenbilder und auch einige Figuren überarbeitet und ausgetauscht. Da es für mein Stück unerheblich ist welche Version ich gerade spiele, ist es ein Abwasch, wie man bei uns so schön zusagen pflegt. Das erinnert mich daran, dass ich die 2.Version unbedingt neu einsprechen muss. Aber nich nur das Bühnenbild und einige Figuren sind Neu, sondern auch einige Effekte kommen nun zur Anwendung, die ich erstmalig bei diesem Stück einsetzen werde. So gibt es am Schluss ein kleines echtes Feuerwerk auf der Bühne bevor der Vorhang fällt. Hier noch einige Bilder von den Proben.
Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt