Robert Jährig
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RE: Este Papiertheater Opernfestspiele Mering
Und noch ein Artikel aus der Augsburger Zeitung
Mit einem ukrainischen Abend sind am Sonntag die internationalen Opernfestspiele für Papiertheater zu Ende gegangen. „Eine solche Weltpremiere kann nur in Mering stattfinden!“, stellte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler selbstbewusst bei der Eröffnung fest, zu der auch Landrat Klaus Metzger und Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko gekommen waren. In ihren Grußworten würdigten sie die „künstlerische Hochleistung“ der Organisatoren Christine Schenk und Benno Mitschka; deren Arbeit sei weit übers Wittelsbacher Land hinaus eine tolle Werbung für die ganze Region.
In der Tat waren viele Musikfreunde auch von auswärts nach Mering gekommen, wie Gertrud und Günther Bastian aus Aystetten. „Allerdings ist mein Mann der größere Opern-Fan, ich schau mir lieber Operetten an“, sagte sie zum Auftakt mit dem dänischen „Papirtheatret Meklenborg“.
Dessen Rosenkavalier-Aufführung bedeutete eine Premiere für Peter Tomaschko, der an diesem Abend lernte, dass die Oper mit der Musik von Richard Strauss in Wien zur Zeit der ersten Regierungsjahre Maria Theresias um 1740 spielt.
Nicht nur der Abgeordnete zeigte sich begeistert von den Miniaturbühnen, die oft bis ins kleinste Detail wie ein echtes Opernhaus ausgestattet sind. Wechselnde Kulissen und Beleuchtung, bewegliche Papierfiguren und trickreiche Technik entführten die Zuschauer am Wochenende auf den Mond, wie in „Frau Luna“ von Paul Lincke, oder in die Unterwelt, wie bei Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“.
Das Papiertheater Heringsdorf hatte für seine „Orpheus“-Inszenierung alte Grammophone samt Schellack-Platten mitgebracht und nutzte für die Aufführung eine Einspielung aus dem Jahr 1929. Dagegen wurden die beiden „Zauberflöten“- Vorstellungen am Sonntag von echten Musikern begleitet: Das Königsbrunner Kammerorchester umrahmte die Mozart-Oper im Papst-Johannes-Haus – ein Schmankerl für alle Musikliebhaber.
Schon seit Jahresbeginn waren Benno Mitschka und Christine Schenk mit der Vorbereitung der Opernfestspiele beschäftigt. Nach einem Dutzend Aufführungen zeigten sie sich gestern Abend erleichtert und glücklich, dass alles gut geklappt hat – obwohl sie vom gesperrten Bürgerzentrum Schlossmühle auf andere Räume ausweichen mussten und die ukrainischen Kollegen einen halben Tag lang an der polnischen Grenze festgehalten worden waren.
„Wir haben eine Einladung nach Kiew und Peter Tomaschkos Zusage, dass er Kontakt zum Kultusministerium knüpfen will“, freut sich Christine Schenk. Dank der Opernfestspiele habe das Papiertheater Mering viele neue Freunde gewinnen können, sodass eine Wiederholung in zwei oder drei Jahren ihr zufolge nicht ausgeschlossen sei ...
Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt
www.papiertheater-heringsdorf.de
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| 16.10.2016 15:56 |
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