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Kurzoper für die Heimbühne
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Klaus Beelte Offline
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****

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Bewertung 1
Beitrag: #87
RE: Kurzoper für die Heimbühne
Vorab auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an Robert zur kompletten Samlung!
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Am 02.02.11 berichtete ich im Beitrag # 1 über Kurzopern für die Heimbühne. Es freut mich sehr, dass dieses Thema neben dem Papiertheater als solches in diesem Diskussionsforum so viel Anklang fand und nun stattliche neun Seiten mit knapp 25.000 Ansichten füllt.

Damals erzählte ich von meinem Flohmarktfund „Der Freischütz“ und der Suche nach Antwort auf die Frage des WARUM dieser Aufnahmen:
„Nun sehr neugierig geworden, erkundigte ich mich bei der ´Deutschen Grammophon´ nach weiteren Werken und vor allem, warum diese Aufnahmen gefertigt wurden. Der Grund ist dort heute nicht mehr erkennbar, zumal der Inhalt der Oper wirklich sehr gekürzt ist.“

Mittlerweile habe ich die Antwort gefunden: „unsere“ Kurzoper war die erste Tonaufzeichnung eines Freischütz überhaupt! Erst erheblich später wurde eine Gesamtaufnahme der Oper auf Platten herausgegeben.
Im Telefonat mit der Deutschen Grammophon hörte ich seinerzeit:
„Es entstanden 1928/29 bei der Grammophon vierzehn solcher Kurz-Opern, Kurz-Operetten und mit Wilhelm Tell auch einem Kurz-Drama. Interessant ist, dass im Grammophon-Katalog von 1934 diese Platten an erster Stelle genannt wurden - und dort standen von je her immer die „Renner“.“

Viele Unterlagen der Grammophon, aber auch Mutterplatten und Pressmaschinerie für Schellackplatten wurden im Krieg zerstört. Der nächste dort vorliegende Katalog stammt aus dem Jahre 1937. Hier erschienen die Kurzopern überhaupt nicht mehr. Mein Gesprächspartner hatte für diese abrupte Veränderung keine Erklärung.

In einer älteren Anleitung - wohl aus den Jahren 1937/1938 - zum Behandeln von Opern im Schulunterricht am Beispiel des Freischütz (ich kenne weder den genauen Titel noch den Verfasser noch weiß ich, wie das mir noch vorliegende Faksimile in meine Hände gelangte) findet sich hierfür eine traurige Erläuterung:

"Die seinerzeit von Hermann Weigert bei Grammophon erschienene Bearbeitung des „Freischütz"
als Kurzoper gibt es nicht mehr, da jüdische Sänger mitgewirkt haben."
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2017 17:26 von Klaus Beelte.)
29.06.2017 17:18
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RE: Kurzoper für die Heimbühne - die amelie - 01.05.2011, 10:31
RE: Kurzoper für die Heimbühne - die amelie - 01.05.2011, 13:28
RE: Kurzoper für die Heimbühne - die amelie - 01.05.2011, 23:59
RE: Kurzoper für die Heimbühne - die amelie - 05.05.2011, 12:27
Kurzoper für die Heimbühne - pappcartoon - 21.03.2013, 20:04
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RE: Kurzoper für die Heimbühne - Klaus Beelte - 29.06.2017 17:18

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