Papiertheater-Forum

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Darin sind wir uns jetzt aber mehr wie einig. Smile Manchmal sollte man ganz einfach nachfragen, ob der andere das, was man geschrieben hat, überhaupt verstanden hat. Ich vergesse manchmal, dass Du ja eigentlich ein Holländer bist und deutsch nicht gerade zu den einfachen Fremdsprachen gehört.
(16.10.2013 15:42)Robert J schrieb: [ -> ]@Brigitte
Doch frage ich mich auch, ist das nicht auch alles vergebliche Liebesmüh. Wenn ich so die Aktivitäten anderer im Bereich Papiertheater sehe, sind es von den vielen Bühnen die es gibt, nicht gerade viele, die auch etwas machen und machen wollen. Manchmal habe ich den Eindruck, den meisten reicht das bisher erreichte und man gibt sich damit zufrieden, ohne das bisherige infrage zustellen und nach Verbesserungen zusuchen. Ich stelle mir zB. die Frage, wie und wo wird das Papiertheater in 20 oder 30 Jahren sein. Wie geht es weiter, wenn wir die heute noch Jung sind, die alten sind. Was haben wir bisher überhaupt dafür getan, im Bereich Gewinnung von Nachwuchs? Warum werden Möglichkeiten, die sich ergeben, so wenig genutzt und gefördert?

Lieber Robert,

vergebliche Liebesmüh ist es bestimmt nicht. Du hast doch viel Freude und Befriedigung an Deinem Theater und am Spiel. Und jede Menge erreicht.Ich denke, häufig wird Papiertheater eher als Hobby anstatt Berufung angesehen. Manch einem reicht 1 Theaterstück pro Jahr. Wenn ich meine Freundin und mich betrachte, wobei ich uns keineswegs als Maßstab sehe, dauert es doch eine ganze Weile, bis ein Stück so steht, dass wir rundum zufrieden sind. Vor allem die Texte benötigen viel Zeit. Und bei manchen sehe ich Bühnenbilder, die selbst gestaltet wurden. Das kostet auch Zeit. Wenn dann noch Beruf , Familie, Freunde und andere Interessen dazu kommen, wirds knapp.
Verstehst du unter "verbessern" die Qualität des Spiels?

Wo es in ca. 20 Jahren mit dem Papiertheater hingeht, lässt sich schlecht sagen. Natürlich hast du vollkommen recht. Der größte Altersanteil der Papiertheaterleute hierzulande liegt bei 60 plus. Vielleicht liegt es an unserer Generation, dass wir den Zugang zur kleinen Bühne gefunden haben. Diese Form des Spielens, des sich bezaubern lassen verbunden mit technischem "Schnickschnack" und der nötigen Phantasie, starre Figuren zum Leben zu erwecken
Junge Menschen suchen und finden für sich oft andere Ausdrucksmöglichkeiten.
Liferollenspiele stehen z.B. hoch im Kurs. Auch eine Form des theaterspielens Was ich in Braunschweig erlebe, ist das Spiel mit Handpuppen, als offene Bühne. Da gibt es viel junges Publikum und ich meine damit keine Kinder. In diesem Bereich gibt es auch keine Spieler Nachwuchssorgen.
Eine Bekannte spielt Schattentheater. Interessengruppe: 60 plus. Welche Generation sitzt denn in deinem Publikum? Meine Kinder mögen das Theater, schauen auch gern mal zu. Spielen - nein.
Wenn ich an Preetz denke, ist es auch überwiegend die ältere Generation, die zuschaut. Die jungen Menschen, z.B. von der Kunsthochschule, verstehen Papiertheater völlig anders. Möglicherweise ist es eine Generationenfrage.

Welche Möglichkeiten es gibt und wie sie genutzt werden?
Ich weiß schon von Leuten, die z.B. in Schulen gehen, dort Theaterprojekte gestalten. Viele kleine Vorführungen gibt es nzwischen in vielen Teilen Deutschlands. Privat und öffentlich.

Vielleicht überlebt sich irgendwann einmal das Papiertheater. Es ist ja schon heute kein Massenmedium. Was nicht bedeuten muss, dass es ausstirbt, es hat ja bereits schon eine Zeit des Dornröschenschlafes hinter sich gebracht und wurde zu neuem Leben erweckt.
Und du hast in Deiner Gegend mit Deinem Engegement einen großen Anteil daran.
.

Brigitte

(16.10.2013 23:46)Harry Oudekerk schrieb: [ -> ]Du hast am ende doch recht Robert, ich werde zu alt und zu dumm für diese Sachen

Unsinn Harry, du bist ein Urgestein des Papiertheaters. Urgesteine werden nicht alt.


(16.10.2013 14:43)Ulrich Chmel schrieb: [ -> ]@ Brigitte:
Für heuer habe ich schon wieder einen Harfenisten. Über das kommende Jahr sollten wir plaudern. zumindest könnten wir doch eine "Fern-Zusammenarbeit" machen. Ich mach eine neue Weihnachtsgeschichte und Du spielst die Harfenimprovisationen dazu ein? Wär' das was für die Pension? Smile

Sehr gern Ulrich. Die Idee ist super.
(18.10.2013 21:00)Brigitte L. schrieb: [ -> ]Verstehst du unter "verbessern" die Qualität des Spiels?

Welche Generation sitzt denn in deinem Publikum?

Zu 1. Ja

Zu 2. Bei Kindervorstellungen 7 bis 14 bei Erwachsenenvorstellungen 35 - 60
Brigitte, wir machen meistens auch nur eine stück pro Jahr.
Das Tempo liegt bei uns nicht so hoch.
Weiter: ich bin schon mit 20/23 Jahre mit Papiertheater angefangen.
Erst gesammelt, dann Filme gedreht und erst als fast 60 Jähriger
mit Vorstellungen angefangen.
(18.10.2013 22:27)Harry Oudekerk schrieb: [ -> ]Erst gesammelt, dann Filme gedreht und erst als fast 60 Jähriger
mit Vorstellungen angefangen.

Hierhinter verbirgt sich Figurentheater. Mit dem herkömmlichen Figurentheater oder anders ausgedrückt, mit dem Figurentheater in meinem ursprünglichen Verständnis hat das nicht mehr viel zu tun. Und ist dennoch Figurentheater. Morgen schaue ich mir die Vorführung an.

http://www.fadenschein.de/weitblick/laurore.htm

Brigitte

pappcartoon

Weil hier zur Zeit kein Papierfigurentheater stattfindet, gibt's eben gerade bei mir nur Papierfiguren.

Am Mittwoch hätte ich einen gutbezahlten Auftritt beim "Kindertag" eines großen Unternehmens gehabt. Aus bekannten Gründen musste ich ihn absagen (genau wie einen schönen Auftritt auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt).

Alternativ dazu habe ich meiner Freundin, die den Kindertag leitet und organisiert, ein paar neue Bastelbogen gezeichnet: zwei allerliebste Papierkinder mit verschiedenen Kostümen zum Wechseln.

[attachment=624]

Auch eine Form von Papiertheater, quasi...

Ach ja: am Mittwoch werde ich wieder operiert und dann kommen endlich die Schrauben aus dem Fuß raus. Danach darf ich damit anfangen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Das wird interessant.
Wünsche gute Besserung (und Stärke)
Ist auch ne Reha geplant?
Liebe Betsy! ENDLICH SCHRAUBENLOS. Ich gratuliere vom ganzen Herzen. Jetzt geht es endlich wieder bergauf. Vielleicht fährst Du zur REHA nach Heringsdorf Wink.
Ah,ah.
Zuerst kommt Mering!
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