Interessante Ansichten, die Ihr da vertretet.
Wenn ich für Privatfeiern engagiert werde (ich spiele viel auf Kindergeburtstagen), nehme ich pauschal fünfzig Euro, denn hier in der Gegend ist es so, daß etwas, das nix kostet, auch nix wert ist. Willkommen in der Vorstadt "Hypothekenhöhe" - und dort sitzen die Eltern, die ihren Kindern am Geburtstag was Besonderes bieten wollen.
Für "erwachsene" Feiern nehme ich hundert Euro und bei Firmen-Events wird separat verhandelt.
Wenn ich für die Kommunionkinder, Firmlinge, Kinderbibeltagsteilnehmer, in den Klassenzimmern meiner Kinder oder im Krankenhaus spiele, nehme ich ebenfalls kein Geld.
In meinem Fall ist es so, daß das Theaterspielen kein Hobby ist, sondern eine Art Teilzeitberuf - und dann ist es schön, wenn ich den Lohn für meine Arbeit nicht nur in Form von Beifall bekomme, sondern auch in Form von Scheinen.
(Ist auch immer eine schöne Ausrede bei meinem Gatten: "Schatzilein, die Hemden hab' ich noch nicht gebügelt, aber dafür hab' ich ein neues Stück für einen
bezahlten Auftritt geschrieben...")

(18.05.2012 18:33)Brigitte L. schrieb: Herzlichen Glückwunsch Betsi,
ich bewundere deinen Mut und deine unerschrockene Zuversicht.Vermutlich findet sich beides bei deinen Aufführungen wieder. ...
Liebe Brigitte,
die Aufführungen LEBEN quasi davon, daß ich schon immer gut improvisieren konnte. Darum könnte ich auch nie mit Text oder Musik "vom Band" spielen - bei mir kommt immer was Unvorhergesehenes dazwischen.
Neulich war ein nerviges Kindlein unterwegs, das mir dauernd von unten in die Bühne geschaut und gegrapscht hat, während seine Großeltern im Hintergrund immer "Sophi- hiee, komm' bitte wieder he- heer!" geflötet haben (war recht wirkungslos).
Also hatte der Herr Wachtmeister einen spontanen Kurzauftritt und hat das Frollein auf ihren Platz zurückgeschickt.

Dann war Ruhe.