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Legendäre Papiertheateraufführungen oder Aufführungspraxis allgemein
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Robert Jährig Offline
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Bewertung 2
Beitrag: #5
RE: Legendäre Papiertheateraufführungen oder Aufführungspraxis allgemein
Ich nehme mal etwas aus einem anderen Thema hierher, da ich finde es passt hier besser.
(04.06.2012 19:29)Horst K. schrieb:  Aber vorerst laufen die Proben für "Zar und Zimmermann", in voller Länge - tut mir leid für alle, die's nicht mögen.
Gruß Horst K.

Um es mal eindeutig zu sagen, es gibt und gab keine Beschränkung für die Länge einer Aufführung. Mein großes Vorbild, Innocenz Tallavania, der selbst nicht nur Autor von Stücken für das Papiertheater war, sondern auch Spieler, benötigte bei seinen Aufführungen nachweislich teilweise ebenfalls bis zu 135min. Dies kann man in seinen Aufführungslisten, die er geführt hat, sehr gut nachlesen.

Die 45 min sind nach meiner Meinung gerechtfertigt, wenn die Aufführung im Ramen eines Festivals stattfindet oder vor Kindern gespielt wird. Da ist es zum einen auch verständlich, da dort mehrere Aufführungen hintereinander gegeben werden und das Publikum sonst überfordert würde bzw zum anderen die Aufmerksamkeit eines Kindes maximal 45 min beträgt.

Bei einer Privaten Aufführung oder wie auch sonst immer, liegt es im Ermessen desjenigen der die Aufführung gibt, wie lang sein Stück ist.
Ich kann mich bei einer Aufführung schon nach 5 min langweilen und bei einer anderen auch 135 min durchhalten, ohne das mich dies Stören würde.
Es kommt darauf an, was und wie gespielt wird und nicht darauf, wie wenig Zeit ich benötige um das Stück aufzuführen.

Wer sich heute auf eine Papiertheateraufführungen einlässt möchte etwas erleben, was es so in den heutigen Theatern nicht mehr gibt. Dieser Zuschauer möchte von uns verzaubert werden und aus dem schnelllebeigem Altag, für diese Aufführung, in einen Moment abgeholt werden, der ihn einfach nur erfreut.

Also, hört bitte auf mit dieser Dogmatisirung von max 45 min. Jeder entscheidet sich selbst dafür, ob sein Stück nun 25min oder 200min lang sein soll.
Und noch eins zum Schluss; Das Papiertheater war und ist ein Spielzeug. Einst für Erwachsene geschaffen um sich daran zu erfreuen, später für die Erziehung der Kinder genutzt um sie mit den Klassikern vertraut zu machen und heute für Erwachsene und Kinder. Da sind alle Theorien zum Papiertheater hergeholter blödsinn und entbehren jeglicher Grundlage. Angry

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
06.06.2012 07:27
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Nachrichten in diesem Thema
Legendäre Papiertheateraufführungen - pappcartoon - 25.05.2012, 11:03
RE: Legendäre Papiertheateraufführungen oder Aufführungspraxis allgemein - Robert Jährig - 06.06.2012 07:27

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