m.E. entscheidet ohnehin immer noch zuallererst das publikum, was "gut" und "ok" ist und was nicht. und wie man weiß, gibt es für alles "DAS" publikum und umgekehrt.
und lehrbücher gibt es genau so viele zum selben thema, wie es leute gibt, die sich die mühe machen (oder es für sich als wichtig erachten), welche zu verfassen. sie bilden - bis auf ein paar materialbedingte rahmenbedingungen, die für alle verbindlich sind - aber auch nur "meinungen" ab. mal mehr, mal weniger untermauert mit recherchierter entwicklungsgeschichte. und dann gibt es so viele verschiedene meinungen, wie es lehrbücher gibt. von den meinungen, die nicht in lehrbüchern existieren, rede ich erst gar nicht. nur, weil die nicht auf papier "verewigt" und in buchdeckeln "gewichtet" sind, sind sie deshalb nicht "fälscher".
und ab einem gewissen punkt und einem gewissen zeitpunkt in der geschichte der kunst - ich zähle papiertheater auch zu einer künstlerischen ausdrucksform, die wie alle anderen mit der zeit gehen soll, kann, darf, aber nicht zwingend muss - gibt es eben nicht mehr nur "die EINE lehre". sonst wäre ja die kunst schon zu der zeit, als sie schriftlich abgehandelt werden und auf papier verbreitet werden konnte, steckengeblieben in jeglicher entwicklung.
warum sollte das für papiertheater nicht gelten?
lieber gruß,
die amelie
(noch weit von legendären aufführungen entfernt


)