(29.05.2011 21:12)Brigitte L. schrieb: Ist man erstmal auf der Fährte, gehen überall neue Türen auf.
Und nun versuche ich mich als Spieler, Bastler, Texter usw.
Erst mal auch von mir ein herzliches Willkommen beim Papiertheaterforum.
Wie gut ich diese Sätze nachvollziehen kann. Mit jeder neu entdeckten Tür ergibt sich eine Materie die unbedingt näher beleuchtet werden muss und man hat ja eigentlich die anderen Türen noch gar nicht abgearbeitet.
Am Anfang meiner "Papiertheaterkarriere" wollte ich eigentlich nur für meine Kinder ein paar Aufführungen in Szene setzen. Mein erster "Türöffner" war dann aber das Buch von Georg Garde "Theatergeschichte im Spiegel der Kindertheater". Hunderte von schwarz-weiss Papiertheaterbögen mit Erläuterungen zur historischen Einordnung, und schon kam zum Spielen auch noch die geschichtliche Komponente. Dann der Bau des Theaters mit Fragestellungen wie Licht, Figurenführung, ... Irgendwann bin ich dann bei den Theatertexten und den dänischen Texten hängengeblieben usw. usw.
"Glücklicherweise" hatte ich mir vorgenommen an Weihnachten 2010 das erste Stück für meine Kinder aufzuführen. Sonst wäre es ehrlicherweise wohl immer noch nicht aufgeführt, denn die Beleuchtung ist immer noch nicht so, wie ich sie mir vorgestellt habe und am Problem der zu langen Kulissenwechsel bin ich auch noch nicht richtig rangegangen ....
Aber das ist es auch, glaube ich, was die Faszination am Papiertheater ausmacht. Man kann ein Spieler sein, man kann ein Sammler sein, man kann sich in Theatergeschichte hineinvertiefen, Theatertexte schreiben oder man sitzt abends nur gemütlich im Sessel und schaut sich seine Oldfux-Nachdrucke an und träumt von den Inszenierungen, die man mit den Kulissen in 30 Jahren einmal aufführen wird (wenn man nämlich endlich dazu die Zeit findet).
Mal sehen, ob der "fliegende Holländer" in absehbarer Zeit das Licht der Bühne erblickt - Weihnachten 2011 wäre doch ein schönes Datum.
Liebe Grüsse
Martin Fischer