Ulrich Chmel
ulrichderkulissenschieber
    
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RE: Meine zerlegbare Bühne
Winnie, man kann die Welt nicht auf einmal erfinden. Jedes Jahr kann man eine neue Erfahrung in die Bühne einbauen. Wahrscheinlich werde ich nie fertig, weil bei jedem Stück ein neuer Bedarf entsteht.
Über aller Technik vergesse ich aber nie meine Leidenschaft, mit welcher ich mich beim Spielen in die Figuren hineinversetze, mitleide, mitfreue, mitatme. Ich finde, daß dies bei der Darstellung mit den flachen Figuren das aller erste ist, um der Sache ein Leben einzuhauchen. Das kann kein LED (wie fein es auch ist) und kein Computer, das kann nur der Mensch der die Szene gestaltet und die Figuren führt und dazu auch spricht (auch wenn der Spieler seine Stimme vorher aufgenommen hat).
Rille oder nicht Rille, das ist NICHT die Frage. Die Frage ist nur, wie viele Stücke Du schon für eines der Systeme geschaffen hast. Denn alles wieder auf ein anderes System umzustellen ist sehr sehr mühsam. Der Schnürboden hat viele Vorteile: z.B. einen sehr schnellen Szenenwechsel, oder die Möglichkeit (die ich schon praktiziere) einer Verwandlung auf offener Szene. Schnürboden bedeutet aber auch wieder, dass man die Prospecte und Bühnenbilder, den Maßen des Schnürboden entsprechend produziert. Ich glaube auch nicht, dass man auf einer Bühne mit Rillen und auf einer ohne Rillen, oder auf der einen mit Schnürboden und auf der anderen ohne Schnürboden mit den gleichen Bühnenbildern, Kulissen und Figuren das gleiche Stück spielen kann. Ich habe allerdings schon entdeckt, mit den Figurenführern vom Aage Rosholm, sowohl mit den festen, wie auch mit den drehbaren, ÜBER die Rillen zu gleiten. Für mich hat sich die Kombination zwischen (hauptsächlich) Rille und Figurenführer als sehr interessant erwiesen. Also lass wieder lesen von Dir!
Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2013 12:04 von Ulrich Chmel.)
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| 01.12.2013 12:02 |
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