... mittlerweile gibt es "uns" schon seit über sieben Jahren.
Ich hätte das Jubliäum meiner Bühne auch entsprechend gefeiert, wenn nicht ausgerechnet an dem Tag eine alte Freundin von mir gestorben wäre.
Also gut.
Wir feiern dann das
ZEHNJÄHRIGE in drei Jahren entsprechend.
In der Nachbarschaft habe ich mir durch Mundpropaganda einen gewissen Ruf erarbeitet und bin darum ein- bis zweimal pro Monat in irgendeinem Wohnzimmer unterwegs, wo ich aufgedrehte Geburtstagsfeiergäste im Grundschulalter unterhalte (und den leicht gestressten Gastgebermüttern eine halbe Stunde Ruhe verschaffe).
Die Vorstellungen im "Bürgercafé" um die Ecke habe ich ebenfalls wieder ins Programm genommen (alle vierzehn Tage ist Theatertag), aber es ist nicht so einfach, das Publikum anzulocken. Umso bestürzender, weil dieses "Café" in unmittelbarer Nachbarschaft von Grundschule, Kindergarten und Hort liegt und täglich Heerscharen (!) von Kindern und Müttern dort vorbeikommen.
Nebenbei arbeite ich an ein paar Spezialprogrammen (Flohmarktprogramm für den Kindergarten, Märchenthater für den Buß- und Bettag, ökumenischer Kinderbibeltag, "wir-warten-aufs-Christkind"-Vorstellungen kurz vor Weihnachten) und bin darum gut ausgelastet, was das Theaterspielen an sich angeht.
Das Finanzielle steht auf einem anderen Blatt.
Sagen wir mal so:
reich werde ich damit wohl nicht werden...
Aber wir Theaterspieler - so ganz unter uns - wir wissen es: es geht nicht ums Geld. Es geht zum einen darum, daß man ausprobieren kann, was überhaupt MÖGLICH ist und zum anderen um den Applaus.