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Geteiltes Wissen - doppelte Freude
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #1
Rainbow Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Dieser Gedanke kam mir vorhin beim Abspülen und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten: es geht darum, daß natürlich jeder von uns auf seine Einzigartigkeit stolz ist und sich darum seine Exklusivität bewahren möchte.

Trotzdem kann man sein Wissen mit anderen teilen, denn ich glaube, daß sogar dann, wenn zwei Spieler die gleiche Bühne (Eickmeyer?) und dabei die gleiche Technik sowie die gleichen Figurenbögen einsetzen und zur gleichen Grammophon-Musik mit den gleichen Texten spielen würden, zwei VÖLLIG VERSCHIEDENE STÜCKE zu sehen wären.

Ich habe mir im letzten Herbst vom Wiener Kulissenschieber einen Beleuchtungstrick (LED-Leiste von unten) abgeschaut, als er in München ein Gastspiel gegeben hat.

Und sein Stück vom "gestiefelten Kater" hat mich so inspiriert, daß ich meinen eigenen Kater geschrieben habe. Ich gebe zu, daß ich mich dabei sehr stark am Auftritt von Ulrich orientiert habe - und trotzdem sind unsere Stücke nicht miteinander zu vergleichen.

Beides Obst, aber eben Apfel und Birne.

Darum finde ich es gerade in einem Spezialisten-Forum wie diesem so wichtig, daß man sein Wissen mit den Kollegen teilt - denn jeder macht daraus etwas ganz anderes, obwohl es im Prinzip genau das gleiche ist.

Was für ein Theater! Big Grin
26.04.2012 11:34
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
*****

Beiträge: 368
Registriert seit: Oct 2010
Bewertung 2
Beitrag: #2
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
[/u]Liebe bunte Betsi,
brava, jetzt bin ich aber gespannt, ob das die "Gralshüter des wahren und einzigen Papiertheaters"[u] zu Äußerungen verlockt.Huh
Es freut mich, Dir Anregungen weitergegeben zu haben, die für Dich wertvoll sind. Ich habe den Anstoß zum freien Sprechen wiederum von einem befreundeten Puppenspieler bekommen. So entwickelt sich halt einiges. Aber wie ich immer sage: 1. muß das herz dabei sein und 2. muß es dass Publikum unterhalten,
so ein Theater!Big Grin
Ulrich

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
26.04.2012 13:08
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Martin Fischer Offline
Forumsprofi
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Beiträge: 219
Registriert seit: Jun 2010
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Beitrag: #3
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
(26.04.2012 11:34)pappcartoon schrieb:  Trotzdem kann man sein Wissen mit anderen teilen, denn ich glaube, daß sogar dann, wenn zwei Spieler die gleiche Bühne (Eickmeyer?) und dabei die gleiche Technik sowie die gleichen Figurenbögen einsetzen und zur gleichen Grammophon-Musik mit den gleichen Texten spielen würden, zwei VÖLLIG VERSCHIEDENE STÜCKE zu sehen wären.

Das wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre!!

Die technischen Gegebenheiten sind das Eine - obwohl es auch hier bestimmt z. B. die gleichen Figurenbögen von zwei Spielern immer irgendwo unterscheiden werden -, das Andere ist die Persönlichkeit des Spielers, die "einzigartige" Aufführungen hervorbringen.

Da wohl kein Papiertheaterspieler seine Aufführungen mit dem Ziel betreibt, die Aufführung eines Anderen möglichst gut zu immitieren, besteht auch keine reelle Gefahr, dass man sein Wissen nicht mit anderen Teilen sollte - ehrlich gesagt habe ich auch noch keinen Papiertheaterler kennengelernt, der bei direktem Nachfragen nicht gerne Informationen weitergibt; schade nur, dass dies in einem "halböffentlichen" Forum nicht so geschieht, wie wir es uns alle wünschen.

Aber diejenigen die hier aktiv sind, sind denke ich alle gerne bereit und freuen sich auch, wenn sie uns "Anfängern" (mit erst zwei privat aufgeführten Stücken zähle ich zumindest mich dazu) Inspirationen geben können.

Und wer von uns ist schon überzeugt, dass er die ideale Technik besitzt und nichts mehr ändern muss? Kaum ist eine Bühne gebaut, dann denkt man schon an die ein oder andere Verbesserung, oder doch besser an eine ganz neue Bühne, wo man alles ganz anders umsetzen will.

Bunte Betsi,
die vielen, schönen Bilder, die in vielen Beiträgen zu sehen sind, sind bestimmt mehr als nur doppelte Freude für uns.

Und für mich gilt:
Vorsatz für die eigene Nase = am Wochenende Fotosession.
26.04.2012 16:40
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Robert Jährig Offline
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Beiträge: 1.395
Registriert seit: Nov 2010
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Beitrag: #4
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Nun, ich fühle mich auch nicht zu den alten Hasen gehörend, mit meinen 8 Stücken.

Es stimmt schon, man ist nie ganz zufrieden mit den Bühnen. Es gibt soviele interessante Lösungen und man versucht das ein oder andere davon umzusetzen.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
26.04.2012 18:51
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die amelie
Nicht registiert

 
Beitrag: #5
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
(26.04.2012 18:51)Robert J schrieb:  Es stimmt schon, man ist nie ganz zufrieden mit den Bühnen.

jetzt bin ich aber beruhigt, das zu lesen - von einem alten hasen noch dazu. ich glaube, man ist nie mit dem selbst-gemachten zufrieden, weil einem ja der distanzierte blick auf das erschaffene fehlt. den kriegt man auch nicht hin, denn man weiß ja selbst, was man kann ... und vor allem, was man gerne noch besser könnte... eine endlose sache.

was tatsächlich auf andere dann "wirkt", kann man selbst so nie sehen. das ist irgendwie schade aber gut zugleich. ich habe mal in einem blog für "mixed media art" gelesen, wie die künstlerin als einen der leitsätze für anfänger meinte "merke: die eigene handschrift gefällt bloß einem selbst nicht!" und da ist viel wahres dran.

geteiltes wissen ist auch in meinen augen doppelte freude. ich hab von ulrich schon so vieles erfahren und werds auch - hoffe ich - irgendwann mal umsetzen. wenn ich mich denn endlich entschieden habe, wo genau ich mich einordnen mag: doch eher bei den guckkästen (im moment sieht es eher danach aus) oder bei bühnen mit ganzen stücken (wovon ich noch weit entfernt bin - weil hoffnungslos entscheidungsschwach). Rolleyes


liebe grüße,

die amelie
04.06.2012 14:12
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Winnie Offline
Forumsprofi
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Beiträge: 137
Registriert seit: Nov 2013
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Beitrag: #6
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Werde dieses Thema mal neu anstubbsen...

Jetzt haben wir den Salat: seitdem ich als Neuling hier im Forum bin und nebenher die letzten Vorbereitungen für meine Zauberflöte laufen bin ich vor Ideen kaum noch zu bremsen. So, das habt Ihr jetzt davon! :-) mich werdet Ihr nicht mehr los.

Wie Martin schon so schön schreibt: kaum hat man etwas gebaut, kommt schon die nächste Idee! (Für mich übrigens ein Beweis dafür, dass das Papiertheater ein wahrer Phantasiemotor ist und eben nicht nur für das Publikum.) So bin auch ich gerade dabei meine nächste Bühne zu planen, die natürlich möglichst ideal für die zukünftigen Stücke werden soll. Ich bin ursprünglich ja Innenarchitekt und CAD Profi und somit wird auch der Plan zunächst am Computer entstehen. Wenn er fertig ist, werde ich ihn hier einstellen, dann kann man drüber diskutieren, ihn lieben, ihn hassen, oder ihn nachbauen (dann aber bitte nicht vor mir! :-)).

In diesem Zusammenhang kam mir die Idee, ob man nicht auch gleich gemeinsam etwas plant.
Vielleicht schafft man ja ein Standardwerk wie Eickemeyer oder Jacobsen, quasi die offizielle "Papiertheater Forum Bühne"?

Meine Vorüberlegungen gibt es als Liste. Interessiert das jemand? Dann stelle ich die auch mal ein.

Der Winnie
13.12.2013 20:18
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #7
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Ich denke mal wieder etwas.
Stellet euch vor: Wir nehmen alle dieselbe, kurze, Text.
Dan machen wir alle daraus eine Vorstellung und irgendwann irgendwo präsentieren wir uns gegenseitig unsere Versionen.
Ich denke das wäre eine interessante Ereignis von den man viel lernen kann
Das könnte sein (wie es sich gehört) in Hanau, oder irgendwo anders.
Ich denke aber das es eigentlich vom Vorstand gefördert sein soll!

Harry
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2013 00:25 von Harry Oudekerk.)
14.12.2013 00:21
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #8
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Wie wärs abends bei den Papiertheatertagen in Wolgast. Ich habe da ohnehin noch viele fragen an Dich Harry, denn Du bist mit 25min im kürzen der absolute Profi und davon kann man sehr viel lernen auch wenn ich wahrscheinlich diese absolute Kürzung nicht ganz einhalten werde. Doch das denke ich geht besser im persönlichen Gespräch und mit praktischen Beispielen als hier über das Forum.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
14.12.2013 01:15
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Harry Oudekerk Offline
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Registriert seit: Oct 2010
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Beitrag: #9
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
Dein Problem Robert, wie das von Benno, ist das ihr beide am äussersten Ränder Deutschlands seit.
Wie wir mittlerweile wissen ist das für manche einfach zu weit.
Da kommen Probleme.
Weiterhin glaube ich eigentlich das solche Initiative irgendwie vom Vorstand des Vereins unterstützt werden müssen. Dafür ist sie schlieslich doch auch da? Weiterhin liegt Hanau (Frankfurt) zentral.

Weiterhin nicht gegen Wollgast
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2013 01:48 von Harry Oudekerk.)
14.12.2013 01:47
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beitrag: #10
RE: Geteiltes Wissen - doppelte Freude
(26.04.2012 11:34)pappcartoon schrieb:  Dieser Gedanke kam mir vorhin beim Abspülen und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten: es geht darum, daß natürlich jeder von uns auf seine Einzigartigkeit stolz ist und sich darum seine Exklusivität bewahren möchte.

Trotzdem kann man sein Wissen mit anderen teilen, denn ich glaube, daß sogar dann, wenn zwei Spieler die gleiche Bühne (Eickmeyer?) und dabei die gleiche Technik sowie die gleichen Figurenbögen einsetzen und zur gleichen Grammophon-Musik mit den gleichen Texten spielen würden, zwei VÖLLIG VERSCHIEDENE STÜCKE zu sehen wären.

Ich habe mir im letzten Herbst vom Wiener Kulissenschieber einen Beleuchtungstrick (LED-Leiste von unten) abgeschaut, als er in München ein Gastspiel gegeben hat.

Und sein Stück vom "gestiefelten Kater" hat mich so inspiriert, daß ich meinen eigenen Kater geschrieben habe. Ich gebe zu, daß ich mich dabei sehr stark am Auftritt von Ulrich orientiert habe - und trotzdem sind unsere Stücke nicht miteinander zu vergleichen.

Beides Obst, aber eben Apfel und Birne.

Darum finde ich es gerade in einem Spezialisten-Forum wie diesem so wichtig, daß man sein Wissen mit den Kollegen teilt - denn jeder macht daraus etwas ganz anderes, obwohl es im Prinzip genau das gleiche ist.

Was für ein Theater! Big Grin

Beim Lesen des wirklich gutgemeinten Vorschlages von WINNIE ist mir das alte Statement von Betsy eingefallen und bin der Ansicht, erstens gleich wie Harry gemeint hat, es wäre vornehmste Aufgabe des Vorstandes des Vereins PAPIERTHEATER FORUM, Neulingen mit Behelfen allmöglicher Art an die Hand zu gehen. Weitere Äußerungen dazu verbietet mir mein Anstand.
Zweitens aber möchte ich zu bedenken geben, daß ZU VIELE Richtlinien, wie etwas zu bauen, etwas zu beleuchten, etwas zu spielen etcetcetc. ist, die große Gefahr beinhaltet, aus einer bunten Vielfalt einen standarisierten Einheitsbrei werden zu lassen. Ich habe so etwas bei Vereinen beobachten müssen, die sich mit dem Bau von Weihnachtskrippen beschäftigen. Beim Besuch von Krippenausstellungen bemerke ich die Handschrift bestimmter Krippenbaumeister (ja so etwas gibt es - auf der ganzen Welt!). Aber, mit der Zunahme der technischen Fertigkeiten, beginnt es, alles gleich auszusehen.
Ich halte mich bewußt von allen Einflüssen fern, um meine eigenen kreativen Gedanken nicht durch alle möglichen - in der Tat - gutgemeinten Ratschlägen beeinflussen zu lassen. Natürlich laufe ich damit Gefahr, Räder immer neu zu erfinden. Allerdings habe ich damit begonnen, meine Erfahrungen, bei der (laufenden) Entwicklung der Bühne, der Stücke und der Spielweise auf meinen Blog zu veröffentlichen. Wenngleich die Anzahl der Kommentare übersichtlich bleibt, merke ich aber an der Zahl der Zugriffe und der Destinationen doch ein gewisses Interesse daran.
Auch möchte ich aufmerksam machen, daß die Lebhaftigkeit der Diskussion zum Thema in der offenen Facebookgruppe Papiertheater, graduell heftiger ist, als anderswo. Aber vielleicht ist es auch hier die Vielfalt, die belebt.

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
14.12.2013 12:52
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