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Vorstellung
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beitrag: #21
RE: Vorstellung
zumerst mußten die Freunde und Nachbarn "d'ran glauben". Dann habe ich in meinem Verein gespielt und step by step angefangen Adresseb zu sammeln. Dann habe ich bei befreundeten Geschäften gebeten ein Plakat aufzuhängen. Dann habe ich eine website gemacht. Ich hatte auch das Glück von einem Puppentheaterfestival in der Nähe von Wien eingeladen zu werden. Seit fünf Jahren etwa spiele ich ein bis zwei Mal in unserem Bezirksmuseum und bei befreundeten Puppenspielern. So ging das ganz harmonisch über lange Jahre. Ich kann mit meinem (Klapp-)Bühnchen auch reklativ leicht zu neuen Publikum kommen. Und überall "bleiben neue Adressen" zurück. Man muß Geduld und Ausdauer haben. Im Gegensatz zu Harry spiele ich meine alten Stücke auch jetzt noch immer. Aber ich gebe zu, daß es langsam zu einem (Lager-)Platzproblem wird.
Während meiner beruflichen Zeit war mein künstlerischer Schwerpunkt bei der Karikatur. Ich habe aber nicht nur veröffentlicht, sondern auch immer wieder kleine Ausstellungen organisiert. Denn mit den Zeichnungen ist es gleich wie mit dem Theater: Man macht es nicht (nur) für sich, sondern für alle, die damit Freude haben.

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
06.12.2014 12:59
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #22
RE: Vorstellung
Wie gesagt, ich war damals in den 60 Jahren Zeichentrickfilmer, Schnittmeister und Puppenspieler.
Da hörte ich von Papiertheater und das war ein gute Mischung von Graphik und Puppenspiel und Geschichtenerzählen.
Leider sagte jeder in meiner Gegend:" Lass es bloss, daran ist keiner interessiert."
Habe also nur einige films damit gedreht und das war es.
Bis am Ende der 90 Jahre ich irgendwann behauptete das wir "A Christmas Carol" gerade so gut spielen konnten als das im Marionetten theater geschah. Dan wurden wir gebeten das zu beweisen und gerade diese Vorstellung wurde ein grosser Erfolg.
Wen ich das Material heute ansehe kan ich nicht verstehen weshalb eigentlich.
Keiner wusste besser denke ich.
Es folgten noch 4 weitere Vorstellungen und dan kam Faust das wir 2001 in Preetz spielten und jetzt sogar auf eine Liste mit Faust Opern steht.
Und dan geht das so weiter:
Nog einige Mal Preetz dan 2 mal den Vereinigten Staten.
Es passier so dann und wann etwas. Dann kam die Idee unser eigenes Treffen zo organisieren.
Nächstes Jahr das Fünfte.

Wir haben ausserhalb Festivals, in Museums und auf andere Veranstaltungen gespielt.
Gerade heute wurden wir gefragt nächstes Wochenende mehrere Vorstellungen zu spielen auf eine Weihnachstmarkt.
Ziemlich spät muss ich sagen, aber ich habe mir "Land ohne Musik wieder zuvor geholt und etwas eingekürtzt das soll es dan sein. Tagsüber spielen wir dan das und am Samstagabend wieder wie normal "Bommel und der HochseitsKampf". Und dan wieder eine Woche später habe ich den Enkeltöchter nog etwas versprochen.

Du siehst Winnie wir älteren habe nie ruhe.
06.12.2014 16:30
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Hilla
Nicht registiert

 
Beitrag: #23
RE: Vorstellung
Lieber Ulrich,

deine Figuren sind wunderschön. Smile Auf welches Material hast du sie aufgezogen,
Foto-Karton oder stabilere Pappe?

Lieber Harry,

aus deinem Beitrag konnte ich entnehmen, dass du auch in den USA aufgetreten
bist. Gibt es dort auch eine Papiertheater Interessengemeinschaft?
06.12.2014 17:25
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #24
RE: Vorstellung
Hilla es gibt Leute die an Papiertheater interessiert sind aber die Vereinigung der Puppeteers of America selber sind nicht so dabei. Das erste mal waren wir da dank die Bemühung von Gigi Sandberg die ein Papiertheater fan war,. Das zweite mal war in Appleton wo wir Vorstellungen (Bambi) und Workshops gegeben haben an einem College.

Muss sagen das es interessant ist aber des fliegen dauert mir zu lange und beide mal hatten wir Problemen mit dem einführen des Theaters.
06.12.2014 18:45
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #25
RE: Vorstellung
Harry, um was für Probleme handelt es sich denn, bei der Einführung eines Papiertheaters, in die USA?

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
06.12.2014 21:13
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #26
RE: Vorstellung
Stell dir vor eine Reise in die USA:
Wie immer reisen wir mit 2 Koffer und Handgepäck.
Damals, sagen wir bevor 2010, wurden wir , reisenden für die USA, streng befragt ob wir elektronica usw im Gepäck hatten, man denke an ipods. Ob die die letze zeit auch ausgeliehen sind oder verloren und zurück gefunden.
Wen "Ja" da geht es nicht mit.
Wen nicht geht das Gepäck ins Flugzeug.
Aber das Gepäck wird dan noch mehrmals kontrolliert und wenn irgendeiner etwas nicht versteht wird der koffer ausgepackt und nochmals "tüchtig" kontrolliert.

Bei uns führte das zu ein gebrochenes Theater und 2 Tage Verspätung bei der Ankunft des Theaters, dabei war manches bei Ankunft zerbrochen!.
Das letzte mal bekamen wir das, zerbrochene, Theater kaum 4 Stunden vor Anfang der Vorstellung!

Dan hatten wir mal in Chicago eine Beamte der wohl sehr gastunfreundlich war.
Der fragte meine Frau: "Was machen sie hier und wo verbleiben sie. Weil die Tineke es kaum verstand. Gab ich die Antwort.
Wurde mich gesagt: "Ich habe sie nichts gefragt sonder ihre Frau"
Entwiderte ich" Die aber spricht kein English"
Da wurde der Mensch wütend. Das war alles ziemlich unangenehm.
Muss dabei sagen das es damals noch Attentat Fieber gab.

Muss aber auch ehrlich sagen das die meisten Leuten den wir begegneten sehr lieb waren und mit manche Treffen wir uns noch regelmässig

Aber passt auf, wen die Zollbeambten da etwas nicht vertrauen (Papiertheater, Licht und Ton ) dan ist es für sie kein Problem alles einfach aus einander zu nehmen ( ohne Reparatur).

Harry
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.12.2014 14:30 von Harry Oudekerk.)
06.12.2014 23:38
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #27
RE: Vorstellung
Nun denn, so werde ich lieber nie nach Amerika reisen. Zum einen spreche ich kein Englisch und zum anderen vertraue ich keinem, der in einem Papiertheater eine potentielle Gefährdung für die Sicherheit der USA sieht. Big Grin

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

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07.12.2014 01:32
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #28
RE: Vorstellung
(06.12.2014 12:27)Ulrich Chmel schrieb:  Zwei Dinge sind mir noch zum Thema eingefallen:
Lieber Robert, wieviel Zeit steht Dir für das Papiertheater zur Verfügung? Wenn ich vergleiche in welcher Windeseile Du Stücke herstelltst und ich in einem Jahr (wenn's gut geht) ein Stück produziere. Ich habe aber auch neben all meiner beruflichen Tätigkeit gezeichnet, kalligraphiert und getextet, sow ie Du es neben Deiner beruflichen Tätigkeit es tust. Tatsächlich habe ich aber mit dem Papiertheater "so richtig" begonnen, als ich "Tagesfreizeit" hatte. Ich habe noch soviele Ideen und Projekt, daß ich fürchte zuwenig Zeit zu haben. Aber vielleicht bekomme ich noch ein Leben geschenkt.

Lieber Ulrich, ich komme im Monat nur auf 8h für das Papiertheater. Auch wenn es den Anschein hat, dass ich relativ schnell Stücke zur Aufführung bringe, ist dies ein Trugschluss. Auch bei mir dauert es ca 1-2 Jahre bis ein Stück zur Aufführung kommt. Im Kommenden Jahr werde ich 2 Neue Stücke zur Aufführung bingen. Das eine ist der "Barbier von Sevilla" (so Gott will bei Harry) Vorbereitungszeit 2,5 Jahre und "SOS Italia" im September, Vorbereitungszeit 4Jahre. Bei einigen kleineren Stücken, zumeist Märchen, ist die Vorbereitungszeit etwas Kürzer. Da ist es nur ½ Jahr. Das hängt allerdings damit zusammen, dass ich dafür meist nur neue Figuren benötige und die Kulissen aus meinem Fundus von anderen Stücken verwende. Seit ich den Schneideplotter zum ausschneiden der Figuren und auch von manchem Bühnenbild verwende, habe ich sogar etwas Zeit gewonnen. Übrigens gab es in diesem Jahr nur 1 neues Stück bei mir, "die Schatzinsel" die ihre Uraufführung wärend der Papiertheatertage hatte und jetzt in einer überarbeiteten Version zum regulärem Repatuar gehört. Übrigens löst der "Barbier von Sevilla" den "Troubadour" ab, der bis Oktober im Programm gewesen ist. Ansonsten arbeite ich noch am "Mikado", "Kurier des Zaren", "Die Kinder des Kapitän Grand", "Die drei Musketiere", "Zar und Zimmermann", "Der Nordstern", "Die Augen des Toten Gottes", "Der Spion von Kromborg", "Es war einmal" und überarbeite noch "Die Reise um die Erde in 80 Tagen". Komme ich bei dem einen nicht weiter, arbeite ich an einem der anderem, bis ich die entsprechende Lösung für die weiterarbeit habe. So kommt es manchmal vor, dass eben 3 Stücke in einem Jahr fertig werden und in einem anderen nur 1. Auf Außenstehende macht das natürlich den Eindruck, dass ich sehr schnell währe, ist aber wie Du erkennen kannst nicht so.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
07.12.2014 02:42
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beitrag: #29
RE: Vorstellung
deine Figuren sind wunderschön. Smile Auf welches Material hast du sie aufgezogen,
Foto-Karton oder stabilere Pappe?

Lieber Hilla, meine erste spontane Antwort ist irgendwo im Datennirwana verkommen. Also schreibe ich nochmals: Meine Spielfiguren ziehe ich auf 2mm Sperrholz auf. Dekorationsfiguren - die z.B. vor der Bühne stehen dürfen - sind Vergrößerungen der Spielfiguren und werden auf beidseitig mit Karton bezogenen 10 mm Styroporplatten aufgezogen.

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.12.2014 12:34 von Ulrich Chmel.)
07.12.2014 12:33
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #30
Rainbow Vorstellung
... was für ein spannender, interessanter Strang - gut, daß ich heute mal wieder hier vorbeigeschaut habe!

Bei mir war es so, daß die ersten Theaterstücke eine reine Blödelei in einem Internetforum waren und daß ich irgendwann in der "stillen Zeit" zwischen Weihnachten und Silvester im Büro überlegt habe, wie man diese schrägen und recht garstigen Theaterstücke "in echt" auf die Bühne bringen könnte.

Bei meinen Überlegungen bin ich zum einen über dieses Bild gestolpert


.jpg  Historisch.jpg (Größe: 26,97 KB / Downloads: 23)

und habe zum anderen nebenbei den ersten Ur-Kaschperl auf meiner Schreibtischunterlage entworfen und aus einem Karton für zehn Leitz-Ordner das erste Theater gebastelt.

Weil er mir mein Kaschperl auf Anhieb gefallen hat, habe ich ihn als "Mutter" für alle anderen Figuren verwendet.

Die ersten Stücke waren Geburtstagsvorstellungen für Erwachsene, aber irgendwann haben meine Kinder gemeint, daß sie auch gern "so ein Theater" zum Geburtstag hätten.

So kam eins zum anderen. Big Grin
Meine Vorstellungen sind übrigens längst nicht so akribisch geplant wie z.B. die von Ulrich, aber dafür kann ich zur Not innerhalb von zwei Tagen ein komplett neues Stück zu einem beliebigen Thema schreiben und die dafür benötigten Figuren entwerfen.

Meine Bühne ist mehr so das kunterbunte Improvisations-Modell und darum sind meine Darsteller auch doppelt so groß wie die meiner "klassischen" Kollegen - und meine Kulissen treten hinter diesen schrägen Figuren etwas in den Hintergrund.

Ich habe es ja schon des öfteren angeregt: wir sollten uns irgendwo treffen und alle EIN MÄRCHEN als Vorlage bekommen. Auch wenn es im Prinzip das gleiche Stück wäre, bekämen wir trotzdem jede Menge völlig unterschiedlicher Vorstellungen zusammen.

[Bild: a020.gif]

DAS
ist das Besondere am modernen Papiertheater... sag ich mal so.
13.12.2014 15:03
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