Meinem von oben bespielten Theater fehlt es an der
Tiefe der seitlich bespielten Bühnen.
Wenn ich mehrschichtige Kulissen und Teilkulissen verwenden würde, würden sich meine Figuren darin verhaken. Sie können die Bühne nämlich nur an einer einzigen Stelle betreten und verlassen und müssen darum immer
vor der Kulisse geführt werden.
Normalerweise kein Problem.
Ich verwende auch keinen Schnürboden, sondern hebe einfach eine Kulisse nach oben weg, wenn ich zum nächsten Bild komme, das bereits dahinter hängt.
Ebenfalls kein Problem.
Aaaber jetzt kommt's: zum "Hundertjährigen" bräuchte ich mindestens zwölf verschiedene Kulissen, obwohl einige der historischen Figuren nur ein paar Sätze zu sagen haben. Zusätzlich zu den vielen Figuren hätte ich dann noch das Gewurschtel mit vielen Hintergründen.
Viele Details der Kulissen erkennt man bei meiner Bühne leider auch nicht so gut, weil die Figuren die ganze Zeit davor stehen oder herumhopsen. Das ist schade, denn es gibt so viele interessante, historische Fotos aus dem Viertel, die ich dem Publikum nicht vorenthalten wollte.
Das war das Problem - bis gestern Abend.
Da hatte ich endlich die Erleuchtung, wie ich den Zuschauern die Bilder aus der Vergangenheit (und die entsprechenden Jahreszahlen) gut zeigen kann:
ich werde direkt neben der Bühne eine Art "Plakatwand" aufstellen!
An dieser Wand werden auf einer Schiene (wie bei einer Schultafel) die entsprechenden Plakate hintereinander aufgebaut und beim Wechsel zum nächsten Bild/Jahr durch eine Art "Briefkastenschlitz" in der Plakatwand nach oben bzw. hinten weggezogen.
Auf diese Weise kann ich mit der
rechten Hand weiterspielen, während ich mit der
linken das Bild wechseln kann. Und weil ich so viele historische Bilder habe, kann ich sie sogar zu Collagen zusammenstellen (z.B. das alte Vereinsheim des Leibregiments, ein Foto des Leibregiments, ein Foto vom Biergarten - und dazu groß und bunt die Jahreszahl "1912").
Bingo!
Ich zeige Euch Bilder, wenn ich fertig bin. Jetzt muß ich erstmal konstruieren...