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Quatschecke 2013
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Harry Oudekerk
Spieler
    
Beiträge: 1.223
Registriert seit: Oct 2010
Bewertung 3
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RE: Quatschecke 2013
Aber Robert,
Wenn man unbedingt Papiertheater Filme machen will ist dieses System nicht gerade das richtige.
Glaube mir, ich habe welche gemacht und es ist wahrscheinlich billiger ein besseres System zu bauen (Eigentlich ein Theater Gerüst ohne Proszenium)
Die Led Lichter könnten interessant sein.
Aber was sagst nun eigentlich?
Das dies die Zukunst ist, oder der richtige weg zum neuen Papiertheater? Nicht wirklich doch?
Es handelt sich hier um Trickfilm.
Gerade das was Papiertheater nicht ist.
Wen eine Kunst sich entwickeln will soll es sich innerhalb diese Kunst entwickeln, Neue Formen Stilen, Themen, Geräte. Wie Frits Grimmelikhuizen das tut.
Als wir vor etwa 16 Jahren zum ersten mal in Preetz waren spielten wir mit Komputer generiertem Ton und Computer Graphik.
Da war die Kritik unbarmherzig, man sagte es hätte nicht mehr mit Papiertheater zu tun. Wir aber hatten eine Methode gefunden Papiertheater zu spielen die uns gefiel und sind deshalb auf diesen Weg weiter gefahren.
Zu sagen das die älteren Damen und Herrn eben wegen ihr Alter nicht interessiert sind an die Zukunft weil sie die nicht mitmachen werden ist zu einfach.
Es interessiert mich nicht weil ich kein Missionnär bin. Ich will spielen, erzählen und die Verbreitung des Mediums ist nicht mein Absicht.
Wenn es es verdient zu leben. bleibt es leben, wenn nicht soll es sterben.
Ob es es verdient hängt ab vom Qualität der Spieler, nicht nur ihr Begeisterung.
Glaube ich. :-}
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| 16.10.2013 21:00 |
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Ulrich Chmel
ulrichderkulissenschieber
    
Beiträge: 368
Registriert seit: Oct 2010
Bewertung 2
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RE: Quatschecke 2013
Lieber Robert mach ir keinen Streß. Papiertheater ist kein Beruf, sondern die Erfüllung eines persönlichen Wunsches. Eine Leidenschaft, die mit fröhlicher Ernsthaftigkeit betrieben werden KANN. Niemand hat vor 30 Jahren in Wien an eine Zukunft des Papiertheaters gedacht. Da gab es nur den nun leider schon verstorbenen Dr.Herbert Zwiauer und der hat aber, wie wir alle wissen leider nur gesammelt und ist mit seiner Sammelleidenschaft einsam gestorben. Die "Zukunft des Papiertheaters in Wien" war vor ca 12 Jahren ich und hab's gar nicht gewußt.
Dinge kommen, Dinge gehen.
Papiertheater und Film/Video sind zwei sehr weit verwandte Geschwister. Die beiden zusammen zu bringen bedarf sehr viel Professionalität, Mühe und Geld. Ich habe bis ein einzige Mal eine wirklich gelungene Videoprojektion einer Papiertheateraufführung in Wien erlebt. Es war eine Mozartoper. Das Bühnengeschehen wurde mit einer super Profivideokamera aufgenomen und per Beamer auf eine Projektionswand übertragen, die stilvoll mit einem riesigen vergoldeten Bilderrahmen umrahmt war. Die Musik wurde von einem ca. 10 köpfigen Kammerorchester live gespielt und alle Rollen wurden live von einem Counter-Tenor bravourös vorgetragen.
Die Bühne stand auf dem Rücken und über der Bühnenöffnung war die Kamera montiert. Die "Gassen" waren mit Plexischeiben bedeckt, auf welchen die Papiertheaterfiguren bewegt wurden.
Zugesehen habenca. 200 Gäste. Es war großartig, Aber es war nicht Papiertheater. Da bewege ich mich mit meinen ca. 25 - 30 Gästen - was die Stimmung betrifft - schon sehr grenzwertig.
Die Videoaufnahme IM PALAST DES GROSSEN ZAUBERERS, welches bei mir von einem Filmteam mit 3 Kameras aufgenommen wurdeist sschon sehr gut. Ähnliches hat einmal ein Privatfernsehsender bei mir gemacht: Einen ganzen Tag gefilmt, um dann einen 3 Minuten Spot zu senden.
Lasse als Papiertheaterspieler Deine Phantasie spielen und bereite wenn möglich anderen Menschen damit eine Freude. Aber mach Dir keinen Streß.
Dein Ulrich
Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
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| 17.10.2013 10:39 |
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Robert Jährig
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Beiträge: 1.395
Registriert seit: Nov 2010
Bewertung 2
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RE: Quatschecke 2013
Gut Harry, dann habe ich Dich also nur falsch verstanden als Du dies geschrieben hast
(16.10.2013 23:46)Harry Oudekerk schrieb: Nur noch ein Ding: Du darfst nach eigener voller Zufriedenheit Missionar sein, das aber gibt dir nicht das Recht andere der das nicht sind (sein wollen) zu verurteilen.
Es liegt mir fern jemanden zu verurteilen für seine Einstellung und sein handeln. Noch viel ferner liegt es mir, andere zu missionieren. Missionieren bedeutet ja, dass ich andere dazu bringe, genau das selbe Zutun und zwar so wie ich es mache, da dies ja dann nur die einzig wahre Lehre währe.
Lieber Ulrich, ich weiß zwar nicht wieso und woher jetzt das Thema Video kommt, aber sei's drum.
Der Link den ich im vorhergehenden Beitrag verlinkte war als Beispiel für eine Möglichkeit gedacht, wie man auch Interesse schaffen kann.
Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt
www.papiertheater-heringsdorf.de
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.10.2013 15:21 von Robert Jährig.)
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| 17.10.2013 10:41 |
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Robert Jährig
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Beiträge: 1.395
Registriert seit: Nov 2010
Bewertung 2
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RE: Quatschecke 2013
Warum spuckt mir heute nur immerzu der Mephisto durch den Kopf.
"Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element. "
Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt
www.papiertheater-heringsdorf.de
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| 17.10.2013 15:25 |
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