(17.01.2014 12:22)Benno Mitschka schrieb: Ich habe in diesem Strang schon darauf hingewiesen wird, dass die Aufgabe einer Redaktion auch darin besteht, selbstständig Themen zu finden. In diesem Forum hätte diese Redaktion jedenfalls schon einmal eine wahre Fundgrube für mögliche Artikel. Als Redakteur müsste man dann halt nur noch die Personen, die für einen solchen Artikel in Frage kommen würden, kontaktieren und darum bitten, einen Artikel zu schreiben. Dieser Teil der Kommunikation gehört nun einmal auch zum Aufgabenbereich einer Redaktion. Man kann sich da nicht einfach hinsetzen und warten, bis irgendetwas eintrudelt, das man verwerten könnte.
Robert hat weiter vorne ja schon darauf hingewiesen, dass seine Pressemappe für Wolgast erst nach einer ziemlich langen Zeit auf der Vereinsseite veröffentlicht wurde. Nach Erhalt dieser Mappe hätte ein Redakteur jedenfalls Eigeninitiative entwickeln müssen. Da hätte man sofort wegen eines Interviews nachfragen können. Es hätte sich auch angeboten, in kleineren Artikeln die teilnehmenden Bühnen vorzustellen etc. etc. Wenn man als Redakteur einer Vereinszeitschrift keine Zeit für Eigeninitiative hat, sollte man den Job vielleicht andere machen lassen.
Im Falle von Harderwijk hätte es sich natürlich angeboten, dass der Verein einen Redakteur vor Ort schickt, der über die dortigen Aktivitäten berichtet. Auch das gehört zum Aufgabenbereich einer Redaktion.
Wenn es sich bei der Zeitschrift "Papiertheater" um ein professionelles Heft mit einer festangestellten Redaktion handeln würde, könnte ich Dir recht geben.
Unserere Redaktion, wie sämtliche andere "Pöstchen" des Vorstands, der Rechnungsprüfer, des Webmasters, besteht jedoch aus Ehrenamtlichen, die ihre mitunter eng bemessene Freizeit in den Dienst des Vereins stellen.
Ich bin in mehreren Vereinen und Organisationen mehr oder weniger ehrenamtlich mit dabei und habe in allen den Eindruck, dass es immer schwerer wird, die notwendigen Ämter zu besetzen.
Ohne jetzt die Beweggründe jedes einzelnen Mandatsträger des Vereins zu kennen, würde ich einmal davon ausgehen, dass die Mehrzahl ihr Engagement eher unter der Rubrik "wenn sich sonst keiner bereit erklärt, den Posten zu übernehmen, dann mache ich es halt" gehört, wie den Posten als "Lebensaufgabe mit 120% Aufopferung und unter Einsatz jeglicher freien Zeit" sehen.
Unter dieser Prämisse, muss man jedem Einzelnen ehrenamtlichen wohlwollend zugestehen, dass er die maximale für die Vereinsarbeit zur Verfügung stehende Zeit in die Aufgabe investiert. Etwas Anderes offen oder versteckt anzunehmen ist nicht zielführend und auch nicht gerade fair gegenüber freiwilliger Arbeit.
Wenn es nun andere Vorstellungen über die Arbeit oder Aufgabenerfüllung eines Ehrenamtlichen gibt, so kann die Lösung m. E. nur dahingehend aussehen, dass man ein Vereinsmitglied findet (oder selber ist), der über genügend Zeit, Fachwissen usw. verfügt um die Aufgabe "besser" zu erfüllen. Konkret hieße dies, dass dieses Vereinsmitglied, das die Zeit und den (vermeindlichen) Willen zu mehr Eigeninitative zum Suchen von Beiträgen und redaktionellen Arbeit hat doch einfach beim Redakteur anfragen kann, ob man nicht als zweites Redaktionsmitglied mehr erreichen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Redakteur diese Chance nicht ergreifen würde. Vielleicht wäre er sogar froh, wenn er sich langsam aus der Redaktionsarbeit herausziehen könnte und ein Jüngerer verstärkt die Redaktionsarbeit übernähme.
Nur zu - Interessenten kommt aus der Deckung!!
Kritisch wäre es dann nur, wenn ein ebensolches Angebot grundlos ausgeschlagen würde - dann wäre ich auch dankbar, wenn dies öffentlich gemacht würde, da dies dann nicht zum Wohl des Vereins wäre.
Solange dies nicht der Fall ist und auch kein anderes Vereinsmitglied bereit ist das von anderen geforderte Engagement selbst zu geben, können wir uns sicher sein, dass derzeit die Beste für die Aufgabe zu Verfügung stehende Person des Vereins das jeweilige Amt innehat.
Vielleicht doch noch mal den Aufruf an die Mitlesenden, aber sich derzeit der Stimme enthaltenden Vereinsmitglieder: Die "offizielle" Vorstandsmeinung zum Thema "Redaktionsarbeit" aus der letzten Mitgliederversammlung (frei ausgedrückt: wartet nicht auf die Redaktion, dass sie bei euch anfragt, sondern werden selbst aktiv') kennen wir und ich denke, dass auch die bisherige Diskussion hat sicherlich keine Argumente gebracht, dass der Vorstand jetzt in diesem Forum irgendwie offiziell Stellung nehmen müsste oder die damalige Ansicht revidieren müsste. Aber warum können nicht einfach 10 oder mehr mitlesende Mitglieder (auch ein Vorstandsmitglied kann sich als Mitglied äußern und nicht "Offiziell" sprechen) mal sagen, was Sie/Er über die Fragestellung denkt. Dann hätten wir nicht zwei/drei Einzelmeinungen, sondern ein Meinungsbild und das wäre doch auch mal was.