Es gab einmal das man der Meinung war, man sollte nicht hinter einem Vorhang spielen.
Und es gab Leute die es mehr oder weniger feige fanden das wir uns hinter den roten Lappen
Versteckten.
Aber, das war einmal.
Damals auch wurde von Klaus Beelte's Max und Moritz gesagt es gehörte eigentlich nicht das er ein Projektiertes Bild im Hintergrund hatte.
Jetzt aber denke ich, Tonband, Videobilder, alles was es so an modernen Techniken gibt soll man benützen in so weit sie helfen die Geschichte zu erzählen und gerade das Effekt beim Publikum zu erreichen was man sich hat vor gestellt.
Peter Baldwin spielte eins ein wunderschönes Stück "Into the Pirates Lair" oder so etwas.
Da wurde ein Schuss abgebildet als eine Papierwolke mit darauf etwas wie "Bang".
Beim Familie Journal gibt es ein Stück wo auf diese Art ein Seeschlacht statt findet.
Futter für Puristen.
Deswegen eben habe ich Angst für eine Definition von Papiertheater.
Jeder soll es für sich ausmachen wie weit er geht.
Das Publikum hat am Ende das letzte Wort.
Wenn Kamishibai gut gemacht wird (habe ich noch nie gesehen) wird das Publikum seine Freude daran haben und dann macht es nicht aus wie es genannt wird.
Dasselbe gilt fürs Schattentheater. Daran fehlt alles was so schön ist an Papiertheater. Es sei die Figuren sind (meistens) flach. Aber in 2009 hatten wir bei unserem Treffen Ingeborg Kruspel aus Wien und sie spielte so wunderschön, da war jeder es mit einig sie gehörten zum Treffen.
Letztes Jahr hatten wir sogar "The Ice Book" eine show wo 3-dimensionale Dekorationen aus weissem Papier vor eine Art Projektor standen womit lebende Bilder projektiert wurden.
Hier gibt es ein video.
http://vimeo.com/davyandkristinmcguire
Es war einfach wunderschön. Ob es auch wirklich Papiertheater war? (who cares?)
Harry