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Quatschecke 2014
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Brigitte L. Offline
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Beitrag: #81
RE: Quatschecke 2014
Robert mit Bart, sieht so aus, als ob du dich in der Rolle des "Salonlöwen" wohlfühlst.

Wie schaffst du das alles, Papiertheatertage, Politik, Familie und nebenbei noch deinen Beruf? Alle Achtung.

Lieben Gruß, Brigitte
01.04.2014 18:44
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #82
RE: Quatschecke 2014
Brigitte, natürlich fühle ich mich darin wohl und glaub mir, dass macht sogar Spaß. :-D

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
05.04.2014 04:07
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #83
RE: Quatschecke 2014
Jetzt muss ich mir einmal Luft machen. Da kämpf man für das Papiertheater und dann fällt einem der Verein in den Rücken. In der neuen Web Ausgabe der Zeitschrift Papiertheater ist ein langer Artikel zum Thema Kamishibai. Es ist rühmlich, dass der Verein sich auch der Fernöstlichen Tradition der Bonbon Verkäufer verpflichtet fühlt, aber das ist eigentlich nicht seine Aufgabe. So heißt es doch in der Vereinssatzung: "Ziel des Vereins ist die Pflege des Papiertheaters als historisches Erbe des 19. Jahrhunderts.". Nun kann man ja unterschiedlicher Meinung sein, aber etwas aus einem anderen Kulturkreis zu nehmen um mangelnde Eigene Aktivitäten zu beschönigen ist auch Nicht gerade das Gelbe vom Ei. Der Satz: "Und auch wenn man über die verwandtschaftlichen Beziehungen zum europäischen Papiertheater streiten mag – Papier, Bilder, Geschichten, Zuschauer hat es auch, und in einer Phase, da unser Papiertheater wie in Preetz sichtbar neue Wege sucht und geht, lenkt es den Blick des Erwachsenen auf die Herkunft des Kamishibai, das japanische Kabuki-Theater und damit auf einen fremden, sich uns so annähernden Kulturkreis." sagt mir, dass es im Verein kein schlüssiges Konzept gibt, um neue Wege zu gehen. Auch das Zitat von Walter Röhler :" Um aber dem Kleintheater seine einstige Verbreitung und Beliebtheit wiederzugewinnen, bedarf es einer sich weiterentwickelnden, zeitgemäßen Aktualität, sowohl in der Bühnentechnik wie in Repertoire und Ausstattung" zeigt mir dass man sich in den letzten Jahren noch nicht mal ansatzweise Gedanken darüber gemacht hat das Papiertheater weiterzuentwickeln. Röhler schreibt Ja nicht umsonst von zeitgemäßer weiterentwickelter Bühnentechnik, einen neuen Repertoire und neuer Ausstattung, was aber nicht gleichbedeutend ist mit Kamishibai. Und um den ganzen dann noch die Krone aufzusetzen steht als letzter Satz:"Da kommen doch weniger bekannte, aber höchst lebendige Formen doch gerade recht.". Gedankenloser geht's schon gar nicht mehr. Damit hat man im Endeffekt erklärt, das europäische Papiertheater ist Tot und nicht mal mehr im Ansatz mehr wert, dass man sich mit ihm befasst. Vielen Dank lieber Verein.
PS: Die frage darf vielleicht mal gestellt sein, Wo zum Teufel sind die Vereinseigenen Veröffentlichungen zum Thema Papiertheater in den letzten Jahren? Die Leute vom Kamishibai jedenfalls haben da sehr viel mehr gemacht als der Verein.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.04.2014 16:22 von Robert Jährig.)
14.04.2014 13:12
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #84
RE: Quatschecke 2014
Ich war mal bei eine Papiertheater Ausstellung und da kamen einige so sherrytrinkende mittelbaren Mädchen mit Perlenketten die mir zutrauten, sie spielten auch Puppentheater.
Kasperl und so, ja die Kinder waren ausgeflogen und da hatten sie zeit für ihre neu-wieder-entdeckte Liebe: Kasperl.
Aber natürlich geeignet für Kinder.
Pädagogisch.
Die puppen kauften sie im Spielwaren geschaft.
Papiertheater war natürlich auch nett weshalb aber kein KleinMarionetten?
Schaurig!
Die wissen ja kaum wovon sie reden.

So wie das Kamishibai.
Ich denke es hat mehr mit Comicbücher als Papiertheater zu tun.
Es ist ein nettes Medium für Kindergarten Lehrer weil es kaum theatertechnisch Ansprüche fragt.
Würde mich da nicht so böse machen.
Ist es nicht wert.

Sieht übrigens aus als Werbung für Don Bosch Verlag.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.04.2014 15:36 von Harry Oudekerk.)
14.04.2014 15:34
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Robert Jährig Offline
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Beitrag: #85
RE: Quatschecke 2014
Hast ja recht Harry. Ich heiße ja nicht Don Quichot, der einen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen kämpft.

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
14.04.2014 16:39
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #86
Rainbow Quatschecke 2014
Tut mir leid, Robert. [Bild: a060.gif]

Ich werde in den nächsten Tagen meinen Blog entsprechend aufpolieren. Dahin verirren sich zwar nicht so viele Leute, aber vielleicht kann ich den Unterschied zwischen Kamishibai und Papiertheater noch mal verdeutlichen.

Aktuell ärgere ich mich mit dem Pastor der örtlichen Gemeinde herum, der immer von "Puppentheater" spricht, wenn er MICH meint.

Ganz egal, wie oft ich ihm schon erklärt habe, daß ich kein Puppentheater spiele, sondern eine sehr alte Form der Unterhaltung auf meine Art neu zu beleben versuche.

[Bild: a010.gif]
18.04.2014 16:02
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Harry Oudekerk Offline
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Beitrag: #87
RE: Quatschecke 2014
Ein Mensch hat ja eben nur soviel Energie und damit sollte er sorgfältig umgehen.
Wut und ärger sind dann eigentlich zu teuer. :-)
18.04.2014 16:18
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pappcartoon
Nicht registiert

 
Beitrag: #88
Rainbow Quatschecke 2014
"Ärger" nur im Sinne von: Hört mir gefälligst zu!

Ich weiß nicht, wie oft ich den Begriff PAPIERFIGURENTHEATER mittlerweile erwähnt habe - aber sobald ich erscheine, nennt man mich die "Kaschperlfrau" oder die "Puppentheaterfrau".

Und das ist wirklich lästig.

Das ist so ähnlich wie Roberts Windmühlenflügel beim Kamishibai: ist ja eh alles irgendwie so das gleiche... und das ist es eben NICHT!


... und jetzt machen wir ein bißchen Party! [Bild: h040.gif]

Ich habe gerade zufällig gesehen, daß ich vor ein paar Tagen meinen zweiten Geburtstag in diesem Forum hatte (und daß ich so ganz nebenbei ziemlich weit vorn liege, was die Anzahl der Beiträge angeht).

Alsdenn: lasst uns feiern! [Bild: k015.gif]
18.04.2014 16:34
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Ulrich Chmel Offline
ulrichderkulissenschieber
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Beiträge: 368
Registriert seit: Oct 2010
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Beitrag: #89
RE: Quatschecke 2014
Ihr Lieben! Ihr ärgert Euch um des Kaisers Bart! Menschen die uns KASPERLTHEATER nennen, sind ohnehin nicht unser Zielpublikum. Wir Papiertheaterspieler leben für und mit besonderen Menschen, die unsere Kunst zu würdigen und zu schätzen wissen. Fur die Kinder, die auf den Kasperl warten habe ich sehr erfolgreich die Figur des Kasperls bei mir eingeführt. Außerdem habe ich von Dietger Dröse das Wissen übernommen, daß es durchaus Kasperlstücke für das klassische Papiertheater gegeben hat.
Zur Frage WAS IST PAPIERTHEATER, nur so viel: Qualität besteht! Was unser Tun beweist.

Ulrich Chmel
Ulrich Chmel's Papiertheater - Wien
ulrich.chmel@papiertheater.at
19.04.2014 10:51
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Robert Jährig Offline
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Beiträge: 1.395
Registriert seit: Nov 2010
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Beitrag: #90
RE: Quatschecke 2014
Lieber Ulrich, was mich dabei eigentlich ärgert, ist die Tatsache, dass hier für eine ganz andere Sparte Werbung gemacht wird, die nur dem Namen nach in der Übersetzung, mit dem Papiertheater eine Übereinstimmung hat. Auch wenn andere es nicht so sehen, hat diese Form mit dem Papiertheater absolut nichts zutun. Bilder in einen Kasten zustecken, dazu eine Geschichte erzählen und ein Bild nach dem anderen aus diesen zuziehen, ist kein Papiertheater. Als es dieses Ding noch nicht gab, in Deutschland, haben Eltern ein Bilderbuch in die Hand genommen und die Seiten gezeigt. War das dann auch Papiertheater? Ich kann mich noch an Popup Bücher, wie sie neudeutsch heissen, erinnern, die bewegliche Elemente hatten. Das müsste ja dann, per Definition auch Papiertheater sein. Ach, nein! Das sind ja Bücher, oh graus. Die sind ja altmodisch und selbst für Kinder nicht mehr geeignet, weil nicht ökologisch, nachhaltig und was weiss ich noch produziert. Da nehme ich mir Blätter Papier, gekauft im Laden meines Vertrauens, der aus der Papiermühle Handgeschöpftes und ökologisch, nachhaltiges produziertes Papier bezieht, lasse vom Tischler um die Ecke einen Kasten anfertigen aus nachhaltig, ökologisch und fair gehandelten Holz, der im groben an ein Theater erinnert, setze mich mit Buntstiften, die ökologisch unbedenklich sind hin und male eine Geschichte, die ich dann als kleine Geschichte meinem Sohn erzähle und dabei ein Bild nach dem anderen aus dem Kasten ziehe. Denke das drum herum ist das eigentliche Theater.
Übrigens, gab es das heute so schön als Kamishibai bezeichnete, schon vor Erfindung der Japanischen Bonbon Verkäufer in Europa, nur da firmierte es noch Profanen unter dem Begriff Aufstellbilderbuch, http://staatsbibliothek-berlin.de/die-st...es/archiv/
und wer jetzt noch 1150 € über hat kann sich sogar so eins in einer gewissen Bucht kaufen http://www.ebay.de/itm/Schreiber-Theater...1152443613

Aber vielleicht muss man den Fernöstlichen Begriff verwenden, weil sonst patentrechte verletzt werden die nicht abgelaufen sind? Ist ja möglich und nur so ein versuch einer Erklärung

Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

www.papiertheater-heringsdorf.de
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.04.2014 13:10 von Robert Jährig.)
19.04.2014 13:03
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